Braucht man in Benidorm einen Mietwagen?
Für einen Urlaub, der sich hauptsächlich auf Benidorm, seine Strände und das Stadtleben konzentriert, in der Regel nicht.
Ein Auto kann schnell eher zur Belastung als zum Vorteil werden. In manchen Bereichen herrscht besonders zu stark frequentierten Zeiten dichter Verkehr, und in der Nähe der beliebtesten Viertel einen Parkplatz zu finden, kann mühsam sein. Liegt die Unterkunft zudem günstig, wird man wahrscheinlich ohnehin viele Stunden zu Fuß unterwegs sein.
Ein Mietwagen lohnt sich eher, wenn Benidorm als Ausgangspunkt für Erkundungstouren in die Umgebung dient. Dörfer im Hinterland, kleine Buchten und bestimmte Ecken der Costa Blanca lassen sich mit einem eigenen Fahrzeug deutlich flexibler entdecken.
Die entscheidende Frage lautet daher weniger „Brauche ich in Benidorm ein Auto?“ als vielmehr „Wie viel möchte ich außerhalb von Benidorm unternehmen?“.
Zu Fuß unterwegs: die angenehmste Möglichkeit
Benidorm lässt sich besonders gut zu Fuß erleben.
Entlang des Mittelmeers kann man von einem Ort zum anderen laufen und dabei beobachten, wie sich der Charakter der Stadt verändert: Terrassen und Hochhäuser rund um Levante, enge Gassen beim Übergang in die historische Altstadt und eine offenere Atmosphäre, je weiter man Richtung Poniente kommt.
Von Levante in die Altstadt
Dies ist eine der naheliegendsten Strecken für einen Spaziergang. Nicht jeder Ortswechsel muss zu einer logistischen Angelegenheit werden: Man kann den Strand verlassen, gemütlich ins Zentrum laufen und den Tag mit einem Abendessen in den Gassen der Altstadt ausklingen lassen.
Allerdings ist der Levante-Strand lang, sodass die tatsächliche Entfernung stark davon abhängt, an welcher Stelle sich das Hotel befindet.
Von der Altstadt nach Poniente
Auch dieser Übergang ist unkompliziert und angenehm. Poniente bietet eine breite Strandpromenade und vermittelt ein anderes Gefühl als Levante: Man befindet sich weiterhin unverkennbar in Benidorm, doch auf manchen Abschnitten wirkt das Tempo etwas ruhiger.
Wann das Zu-Fuß-Gehen weniger angenehm wird
Der größte Gegner ist meist nicht die Entfernung, sondern die Hitze.
Mitten im Sommer kann ein Weg, der auf der Karte völlig problemlos aussieht, während der heißesten Tagesstunden anstrengend werden. Sonne, hohe Luftfeuchtigkeit und fehlender Schatten auf manchen Strecken verändern das Gefühl für Entfernungen erheblich.
Längere Spaziergänge plant man am besten am frühen Morgen oder am späten Nachmittag. Wenn die Hitze besonders stark ist, empfiehlt sich der öffentliche Nahverkehr.
Öffentliche Verkehrsmittel in Benidorm
Die Stadt verfügt über Stadtbusse, die die wichtigsten touristischen Bereiche miteinander verbinden und auch Orte erreichbar machen, die zu Fuß weniger bequem zu erreichen sind.
Besonders praktisch sind sie, wenn die Unterkunft etwas außerhalb des Zentrums liegt, wenn man mit Kindern reist, wenn die Temperaturen hoch sind oder wenn die Beine nach mehreren Tagen voller Stadterkundungen einfach eine Pause brauchen.
Man muss nicht jeden Weg mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen. In Benidorm funktioniert eine Kombination am besten: zu Fuß gehen, wenn der Weg selbst Teil des Erlebnisses ist, und den Bus nehmen, wenn Laufen lediglich Zeit oder Energie kosten würde.
Die TRAM und Ausflüge ab Benidorm
Ein Vorteil eines Aufenthalts in Benidorm besteht darin, dass man nicht unbedingt ein Auto mieten muss, um andere Orte in der Provinz kennenzulernen.
Die TRAM verbindet die Region mit verschiedenen Orten an der Costa Blanca und eröffnet interessante Möglichkeiten für Tagesausflüge.
Sie ist besonders attraktiv für Reisende, die einen Strandurlaub mit gelegentlichen Ausflügen verbinden möchten, ohne sich Gedanken über Autofahren oder Parkplatzsuche machen zu müssen.
Allerdings gibt auch der öffentliche Verkehr einen gewissen Rhythmus vor. Wer mehrere kleine Orte an einem Tag miteinander verbinden, abgelegene Buchten entdecken oder spontan durch das Hinterland fahren möchte, genießt mit einem Auto eine Flexibilität, die nur schwer zu übertreffen ist.
Taxi: praktisch für bestimmte Strecken
Ein Taxi ist sinnvoll für Wege, die man nicht zu Fuß zurücklegen möchte und für die der öffentliche Nahverkehr nicht gut passt.
Es kann sich besonders lohnen, wenn man mit viel Gepäck ankommt, spät zur Unterkunft zurückkehrt, in einer Gruppe unterwegs ist oder gezielt Orte ansteuert, die weiter von den touristischen Hauptbereichen entfernt liegen.
Während des gesamten Urlaubs auf Taxis angewiesen zu sein, ist normalerweise nicht nötig. Vielmehr eignen sie sich als komfortable Ergänzung für einzelne Fahrten.
Ist Autofahren in Benidorm eine gute Idee?
Natürlich kann man in Benidorm Auto fahren. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass dies die bequemste Art ist, die Stadt zu erleben.
In ruhigeren Reisezeiten sieht die Situation deutlich entspannter aus, während in der Hochsaison sowohl auf den Straßen als auch bei den Parkplätzen wesentlich mehr Betrieb herrscht. Ein eigenes Auto garantiert außerdem nicht, dass man genau dort parken kann, wo man möchte.
Wer mit dem eigenen Fahrzeug anreist, sollte sich vor der Reise über die Parkmöglichkeiten der Unterkunft informieren. Ein Hotel oder Apartment mit einer klar geregelten Parkmöglichkeit kann den Aufenthalt erheblich angenehmer machen.

Benidorm mit Kindern: Auto oder öffentliche Verkehrsmittel?
Familien haben andere Bedürfnisse.
Mit kleinen Kindern, Kinderwagen, Strandtaschen und allem, was zu einem Familienausflug dazugehört, fühlen sich Entfernungen schnell länger an. In solchen Situationen können Busse und Taxis viel Kraft sparen.
Ein Auto ist besonders interessant, wenn zahlreiche Aktivitäten außerhalb des Stadtzentrums geplant sind. Besteht der Urlaub hauptsächlich aus Hotel, Strand, Promenade und Restaurants, wird es möglicherweise einen großen Teil der Zeit geparkt bleiben.
Benidorm für Menschen mit eingeschränkter Mobilität
Großzügige Fußgängerbereiche und breite Strandpromenaden erleichtern viele Wege, allerdings sollte man nicht davon ausgehen, dass die gesamte Stadt vollkommen eben ist.
Einige Viertel weisen Steigungen auf, und bestimmte Aussichtspunkte oder höher gelegene Orte können mehr Anstrengung erfordern. Vor der Buchung einer Unterkunft ist es deshalb wichtiger, sich die konkrete Straße und deren Steigung anzusehen, als lediglich die Entfernung zum Strand zu prüfen.
Ein Hotel, das auf der Karte sehr nah am Meer liegt, kann sich als weniger praktisch erweisen, wenn der Rückweg eine deutliche Steigung beinhaltet.
Wo sollte man übernachten, wenn man möglichst wenig auf Verkehrsmittel angewiesen sein möchte?
Die Lage hat großen Einfluss darauf, wie einfach man sich fortbewegen kann.
Levante
Eine gute Wahl für alle, die Strand, Unterhaltung und zahlreiche Angebote in unmittelbarer Nähe suchen. Je nachdem, an welchem Ende des Viertels die Unterkunft liegt, kann der Weg zu Fuß in die Altstadt etwas länger ausfallen.
Altstadt und Zentrum
Eine strategisch günstige Lage für Reisende, die die Stadt gerne zu Fuß erkunden. Von hier aus lässt sich bequem zwischen Levante und Poniente wechseln, und zahlreiche Restaurants und Geschäfte liegen ganz in der Nähe.
Wer dagegen Ruhe und Abgeschiedenheit sucht, sollte die konkrete Straße vor der Buchung sorgfältig prüfen.
Poniente
Poniente kann für Reisende attraktiv sein, die einen etwas ruhigeren Aufenthalt bevorzugen, ohne auf eine Strandpromenade verzichten zu wollen. Je weiter die Unterkunft vom historischen Zentrum entfernt liegt, desto nützlicher können Bus oder Taxi gelegentlich werden.
Der häufigste Fehler: Kilometer vergleichen und das tatsächliche Erlebnis vergessen
Zwei Unterkünfte, die ähnlich weit vom Strand entfernt liegen, können zu völlig unterschiedlichen Urlaubserlebnissen führen.
Steigungen, Ausrichtung, Hitze, Lärm, die Erreichbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel und vor allem die Frage, welchen Teil Benidorms man täglich erleben möchte, spielen eine wichtige Rolle.
Deshalb empfiehlt es sich, zuerst das Viertel und anschließend das Hotel auszuwählen – nicht umgekehrt.
Was ist also die beste Art, sich in Benidorm fortzubewegen?
Für die meisten Reisenden ist die ausgewogenste Lösung denkbar einfach: viel zu Fuß gehen und bei Bedarf öffentliche Verkehrsmittel oder Taxis nutzen.
Nur für Fahrten innerhalb Benidorms ein Auto zu mieten, bietet meist weniger Vorteile, als man zunächst vermuten könnte. Ein Fahrzeug lohnt sich dagegen deutlich mehr, wenn mehrere Ausflüge geplant sind und man die Costa Blanca unabhängig und flexibel erkunden möchte.
Benidorm belohnt Reisende, die nicht versuchen, ständig in Eile von einem Ende der Stadt zum anderen zu gelangen. Oft ist bereits der Weg Teil des Urlaubserlebnisses: am Abend am Mittelmeer entlangspazieren, durch die Altstadt gehen, wenn sich die Terrassen langsam füllen, und anschließend über die Promenade zurückkehren, während sich die Hochhäuser im Meer spiegeln.
Die Stadt kann intensiv, heiß und voll sein. Wer jedoch sorgfältig auswählt, wo er übernachtet und zu welchen Zeiten er zu Fuß unterwegs ist, wird feststellen, dass man sich wesentlich einfacher fortbewegen kann, als die imposante Skyline zunächst vermuten lässt.


