Benidorm an 1 Tag: die wichtigste Route
Wenn du nur einen Tag hast, konzentriere dich auf die Stadt und verzichte auf Ausflüge.
Beginne in der Altstadt von Benidorm, wo die Straßen schmaler werden und die Stadt plötzlich einen ganz anderen Maßstab bekommt. Hier lässt sich noch etwas von dem alten Fischerdorf erahnen, das existierte, bevor der Tourismus die Skyline grundlegend veränderte.
Geh zur Kirche San Jaime y Santa Ana und anschließend weiter zum Balcón del Mediterráneo. Die weiße Architektur, das intensive Blau des Wassers und die beiden großen Strände, die sich zu beiden Seiten erstrecken, ergeben eines der bekanntesten Bilder Benidorms.
Danach geht es hinunter zur Playa de Mal Pas, einem kleinen Strand, der deutlich geschützter liegt als seine beiden großen Nachbarn.
Verbringe den Nachmittag an der Playa de Poniente. Auf der Strandpromenade kannst du entspannt spazieren gehen, während sich die vertikale Skyline von Benidorm mit jedem Abschnitt verändert.
Wenn du einen ruhigen Tag verbringen möchtest, bleib einfach bis zum späten Nachmittag hier. Es ist nicht nötig, noch weitere Sehenswürdigkeiten in den Tag zu packen.
Kehre zum Abendessen und für einen Spaziergang in die Altstadt zurück. Jetzt zeigt sich Benidorm noch einmal von einer anderen Seite: Terrassen, kleine Einkaufsstraßen und eine Stadt, die auch nach Sonnenuntergang erstaunlich lebendig bleibt.
Benidorm an 2 Tagen: Levante und Serra Gelada ergänzen
Mit einem zweiten Tag lohnt es sich bereits, das Zentrum hinter sich zu lassen.
Tag 1: Altstadt + Poniente. Behalte die vorherige Route bei. Sie ist ein sinnvoller Einstieg, weil du zunächst die historische Seite kennenlernst und anschließend ein Gefühl für die touristische Dimension der Stadt bekommst.
Tag 2: Levante + Natur. Beginne an der Playa de Levante und spaziere ein Stück über die Strandpromenade. Hier zeigt sich Benidorm von seiner lebhaftesten, internationalsten und touristischsten Seite.
Genau deshalb gehen die Meinungen darüber auseinander.
Wer Atmosphäre, Bars und viel Trubel sucht, kann sich hier sehr wohlfühlen. Wer mediterrane Ruhe erwartet, wird vermutlich Poniente oder eine der Buchten in der Umgebung bevorzugen.
Anschließend kannst du dich in Richtung des Naturparks Serra Gelada aufmachen, der einen beinahe theatralischen Kontrast zu den Hochhäusern der Stadt bildet.
Besonders reizvoll ist der Weg hinauf zum Benidorm-Kreuz. Von oben wirken die Wolkenkratzer, als würden sie bis ans Meer hinabfallen.
Benidorm an 3 Tagen: Stadt, Berge und Dörfer in der Umgebung
Mit drei Tagen kannst du Benidorm kennenlernen, ohne dass sich alles ausschließlich um die Strände dreht.
Tag 1: Altstadt → Balcón del Mediterráneo → Mal Pas → Poniente.
Tag 2: Levante → östlicher Teil der Stadt → Aussichtspunkte und Wanderwege in der Serra Gelada.
Passe die Wanderung an deine Kondition und die Temperatur an. Die Berge liegen zwar sehr nah am Stadtgebiet, sollten aber trotzdem nicht wie ein einfacher Spaziergang an der Promenade behandelt werden.
Tag 3 eignet sich dafür, eine völlig andere Seite der Costa Blanca kennenzulernen.
Guadalest ist eine ausgesprochen fotogene Mischung aus Felsen, weißen Häusern, Berglandschaft und Blicken auf den Stausee. Seine Bekanntheit hat allerdings eine offensichtliche Folge: Zu bestimmten Zeiten kommen sehr viele Besucher.
Deshalb lohnt sich der Ort vor allem dann, wenn du nicht mit der Erwartung hinfährst, ein verborgenes Geheimdorf zu entdecken.
Mit einem Auto lässt sich dieser Ausflug deutlich einfacher organisieren. Außerdem kannst du weitere Ziele im Hinterland einbauen, ohne so stark von Verbindungen und Fahrplänen abhängig zu sein.
Eine Woche in Benidorm: der ausgewogenste Reiseplan
Sieben Tage verändern die Reise komplett. Jetzt musst du dich nicht mehr zwischen Strandurlaub und Erkundungstouren entscheiden.
Tag 1: Altstadt, Balcón del Mediterráneo und Mal Pas.
Tag 2: entspannter Tag an der Playa de Poniente.
Tag 3: Levante und Serra Gelada.
Tag 4: Ausflug nach Guadalest und ins Hinterland.
Tag 5: freier Tag für Strand, Pool oder Aktivitäten mit der Familie.
Tag 6: Ausflug nach Altea und in die Umgebung.
Tag 7: Vormittag ohne festes Programm und Rückkehr zu deinen Lieblingsorten.
Dieser scheinbar „leere“ fünfte Tag ist wichtig. Bei einem einwöchigen Aufenthalt ergibt es wenig Sinn, für jeden Morgen einen Ausflug einzuplanen. Benidorm ist schließlich auch ein Ort, an dem man das Tempo bewusst etwas herunterfahren kann.
Benidorm und Altea: eine besonders sinnvolle Kombination
Altea lässt sich hervorragend mit Benidorm verbinden, weil der Ort eine ganz andere Atmosphäre bietet: weiße Fassaden, steile Straßen, Aussichtspunkte und eine Altstadt mit deutlich intimerem Charakter.
Du musst dich nicht zwischen beiden Orten entscheiden. Benidorm eignet sich dank seiner enormen touristischen Infrastruktur sehr gut als Ausgangspunkt, während Altea einen Tag mit weißen Gassen und einem ruhigeren Tempo bietet.
Allerdings sollte man auch hier die Erwartungen realistisch halten: Altea ist bekannt und gut besucht, und gerade die schönsten Bereiche können entsprechend voll werden.

Welche Ausflüge lassen sich am besten mit Benidorm kombinieren?
Bei einem kurzen Aufenthalt würde ich die Serra Gelada bevorzugen, da sie praktisch direkt vor den Toren der Stadt liegt.
Bei drei oder vier Tagen sorgt Guadalest für den Kontrast des bergigen Hinterlands.
Bei einer Woche fügt sich Altea ganz selbstverständlich in die Reise ein.
Entferntere Ziele nur deshalb hinzuzufügen, weil sie auf einer Liste mit empfohlenen Sehenswürdigkeiten stehen, ist meist keine gute Idee. Jede Fahrt kostet einen Teil der Urlaubszeit.
Braucht man für diesen Reiseplan ein Auto?
Nicht unbedingt, wenn du ausschließlich Benidorm genießen möchtest. Vieles lässt sich zu Fuß erkunden, außerdem gibt es öffentliche Verkehrsmittel.
Interessanter wird ein Auto, wenn du mehrere Tage lang Dörfer, Berge, kleinere Strände und verschiedene Orte besuchen möchtest, die über die Provinz verteilt liegen.
Allerdings gibt es auch einen Nachteil: Zu bestimmten Zielen zu fahren kann sehr einfach sein; in touristischen Gebieten und zu besonders gefragten Zeiten einen Parkplatz zu finden, deutlich weniger.
Wie sich der Reiseplan je nach Jahreszeit verändert
Im Sommer spielt das Meer eine wesentlich größere Rolle, gleichzeitig steigen aber auch die Temperaturen und der touristische Andrang. Spaziergänge und Stadtbesichtigungen legt man daher am besten auf die frühen Morgenstunden oder den späten Nachmittag.
Außerhalb der heißesten Monate eignet sich Benidorm besonders gut zum Wandern, für Touren durch die Serra Gelada und für Ausflüge ins Hinterland.
Wer dagegen vor allem baden und viele Stunden am Strand verbringen möchte, ist stärker von den Wetterbedingungen abhängig.
Wie viele Tage lohnt sich Benidorm wirklich?
Ein Tag reicht aus, um die Altstadt und einen der Strände kennenzulernen.
Zwei oder drei Tage vermitteln ein besseres Gefühl für die Stadt und lassen zusätzlich Zeit für Natur oder einen Ausflug.
Eine Woche lohnt sich für alle, die einen mediterranen Urlaub suchen und Erholung mit kleineren Ausflügen verbinden möchten.
Wenn du hauptsächlich die Dörfer und Landschaften der Provinz Alicante erkunden möchtest, musst du vielleicht nicht unbedingt sieben Nächte ausschließlich in Benidorm verbringen. Wenn du dagegen Strand, Restaurants, Freizeitangebote und Ausflüge genießen möchtest, ohne ständig die Unterkunft zu wechseln, kann eine Woche deutlich entspannter sein.
Der beste Reiseplan für Benidorm ist nicht zwangsläufig derjenige mit den meisten Orten. Es ist der, der Zeit für etwas lässt, das diese Stadt besonders gut kann: einen Vormittag am Mittelmeer beinahe mühelos in einen ganzen Nachmittag übergehen zu lassen.


