Verkehr in Dubai

Fortbewegung in Dubai und die tatsächlichen Entfernungen

Dubai lässt sich deutlich leichter erkunden, sobald man die Größe der Stadt versteht. Für die meisten Reisenden ist die Kombination aus Metro, Taxi und kurzen Fußwegen innerhalb der Viertel am praktischsten.

Fortbewegung in Dubai und die tatsächlichen Entfernungen

Dubai ist größer, als es auf der Karte wirkt

Auf der Karte wirkt Dubai zunächst recht übersichtlich. Sobald man sich jedoch durch die Stadt bewegt, zeigt sich ihre wahre Größe: Stadtviertel, die durch riesige Hauptstraßen voneinander getrennt sind, touristische Gegenden, zwischen denen mehrere Dutzend Kilometer liegen können, und eine Stadtlandschaft, die deutlich stärker auf Verkehrsmittel als auf Fußgänger ausgerichtet ist. Die gute Nachricht: Sich in Dubai fortzubewegen ist ziemlich einfach. Weniger offensichtlich ist, wie wichtig die Wahl der richtigen Unterkunftslage und die Kombination verschiedener Verkehrsmittel sind. Die Metro eignet sich hervorragend für bestimmte Strecken, Taxis schließen die Lücken im öffentlichen Nahverkehr und ein Mietwagen lohnt sich nur bei bestimmten Reisearten.

  • Für drei oder vier Tage klassischen Städtetourismus ist die Kombination aus Metro und Taxi meist unkomplizierter als ein Mietwagen.
  • Die Metro eignet sich sehr gut für längere Strecken, doch viele Hotels, Strände und Sehenswürdigkeiten liegen nicht direkt an einer Station.
  • Für die meisten Reisenden ist Metro + Taxi + zu Fuß innerhalb der einzelnen Viertel die ausgewogenste Kombination.
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    Braucht man in Dubai einen Mietwagen?

    Bei einem ersten Besuch, der sich hauptsächlich auf die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt konzentriert, ist ein Mietwagen normalerweise nicht nötig.

    Metro, Straßenbahn und Busse decken einen großen Teil Dubais ab, während Taxis eine bequeme Möglichkeit bieten, Hotels, Strände, Restaurants oder Sehenswürdigkeiten zu erreichen, die weiter von den Stationen entfernt liegen. Für den öffentlichen Nahverkehr wird die nol Card verwendet, und der Fahrpreis richtet sich nach der Anzahl der durchquerten Tarifzonen.

    Ein Auto wird sinnvoller, wenn du in einer abgelegeneren Gegend wohnst, viele Fahrten pro Tag planst, mit der Familie reist oder Orte außerhalb der wichtigsten touristischen Achse erkunden möchtest.

    Auch für Ausflüge in andere Emirate kann ein Mietwagen praktisch sein.

    Allerdings hat das Autofahren auch Nachteile: mehrspurige Autobahnen, dichter Verkehr zu bestimmten Tageszeiten, Parkplatzsuche und ein Stadtverkehr, der anstrengend sein kann, wenn man eigentlich einen entspannten Urlaub erwartet hat.

    Für drei oder vier Tage klassischen Städtetourismus ist die Kombination aus Metro und Taxi meist unkomplizierter.

    Dubai Metro: die praktischste Lösung für längere Strecken

    Die Metro ist sauber, modern, klimatisiert und besonders praktisch für Fahrten entlang des großen urbanen Korridors, der sich durch weite Teile der Stadt zieht. Das Netz verbindet wichtige Stadtbereiche miteinander und lässt sich gut mit Bussen und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln kombinieren.

    Besonders praktisch ist sie für Fahrten zwischen Gegenden wie Downtown, Business Bay, Dubai Marina und anderen Orten entlang der Metrolinien.

    Zudem umgeht man damit eines der häufigsten Probleme in Dubai: auf scheinbar einfachen Strecken im Verkehr festzustecken.

    Der Nachteil der Metro

    Nur weil es eine Metro gibt, bedeutet das nicht, dass alles direkt an einer Station liegt.

    In Dubai ist die Fahrt bis zur nächstgelegenen Station manchmal nur der erste Teil des Weges. Einige Hotels, Strände und Sehenswürdigkeiten liegen weit genug entfernt, dass anschließend noch ein Fußweg, eine Busfahrt oder eine kurze Taxifahrt nötig ist.

    Und im Sommer kann sich ein Weg, der auf der Karte kurz aussieht, deutlich länger anfühlen.

    Prüfe die Entfernung zwischen Metrostation und endgültigem Ziel besonders in den heißesten Monaten.

    Straßenbahn: besonders praktisch in Dubai Marina

    Die Dubai Tram ergänzt die Metro in Gegenden wie Dubai Marina und der näheren Umgebung, wo die Entfernungen überschaubarer sind und sich zahlreiche Hotels, Apartments, Restaurants und Freizeitangebote konzentrieren.

    Hier funktioniert der öffentliche Nahverkehr besonders gut, weil sich Metro, Straßenbahn und fußläufige Bereiche sehr unkompliziert miteinander kombinieren lassen.

    Das ist einer der Gründe, warum Marina für Reisende angenehm ist, die weniger auf Taxis angewiesen sein möchten.

    Busse: nützlich, für Besucher aber weniger intuitiv

    Das Busnetz erweitert die Reichweite des öffentlichen Nahverkehrs erheblich und ermöglicht es, Orte zu erreichen, die nicht an die Metro angebunden sind.

    Für Einwohner oder Reisende mit viel Zeit kann es sehr effizient sein. Bei einem kurzen Aufenthalt ist es jedoch nicht immer die bequemste Lösung: Man muss sich mit Linien, Umsteigeverbindungen und Haltestellen in einer ohnehin sehr weitläufigen Stadt auseinandersetzen.

    Der größte Vorteil sind der niedrige Preis und die umfangreiche Abdeckung. Der größte Nachteil für Touristen ist der Zeitaufwand.

    Taxis in Dubai: Wahrscheinlich wirst du irgendwann eines nehmen

    Taxis gehören fast zwangsläufig zu einer Dubai-Reise.

    Besonders praktisch sind sie, um Metrostationen mit weiter entfernten Sehenswürdigkeiten zu verbinden; nach dem Abendessen zum Hotel zurückzufahren; mit Kindern oder Gepäck unterwegs zu sein; in den heißesten Monaten längere Fußwege zu vermeiden; Strände, Resorts oder schlechter angebundene Viertel direkt zu erreichen.

    Es gibt ein großes Angebot an Taxis und Fahrdiensten auf Abruf, weshalb sich eine Kombination mit der Metro sehr gut anbietet.

    Problematisch wird es erst, wenn Taxis zum einzigen Verkehrsmittel werden. Dubai ist riesig, und mehrere lange Fahrten pro Tag können das Reisebudget deutlich erhöhen.

    Taxis in Dubai: Wahrscheinlich wirst du irgendwann eines nehmen

    Kann man Dubai zu Fuß erkunden?

    Einzelne Viertel ja. Ganz Dubai nein.

    Dieser Unterschied ist entscheidend.

    Einige Gegenden eignen sich gut zum Spazierengehen, insbesondere nach Sonnenuntergang und in den Monaten mit angenehmeren Temperaturen. In Dubai Marina, Teilen von Downtown, an einigen Uferpromenaden und in bestimmten Stadtvierteln kann man problemlos mehrere Stunden zu Fuß verbringen.

    Zwischen den großen touristischen Bereichen Dubais zu Fuß unterwegs zu sein, ist dagegen eine ganz andere Sache.

    Die Stadt wird von Autobahnen, riesigen Hauptstraßen, großflächig angelegten Grundstücken und voneinander getrennten Stadtentwicklungen durchschnitten. Zwei Orte, die optisch nahe beieinanderliegen, können einen erheblichen Umweg erfordern.

    Auch das Klima verändert das Erlebnis vollkommen. Während der heißesten Monate ist ein Spaziergang zur Mittagszeit keine angenehme Art mehr, die Stadt zu entdecken, sondern kann schnell zu einer echten Belastungsprobe werden.

    Entfernungen täuschen stärker, als man denkt

    Einer der häufigsten Fehler bei der Planung einer Dubai-Reise besteht darin, die Stadt mit Barcelona, Paris oder Rom zu vergleichen.

    Dubai funktioniert anders.

    Downtown Dubai, Dubai Marina, Palm Jumeirah, die historische Altstadt und bestimmte Strände gehören zwar alle zur selben Stadt, bilden aber kein einziges kompaktes Zentrum.

    Wer seinen Tag ungünstig plant, kann deshalb sehr viel Zeit damit verlieren, Dubai immer wieder von einem Ende zum anderen zu durchqueren.

    Sinnvoller ist es, Sehenswürdigkeiten nach Stadtgebieten zu bündeln.

    So ist es beispielsweise wesentlich praktischer, einen Teil des Tages Downtown und der Umgebung zu widmen, als mehrmals von Marina dorthin zurückzufahren. Ebenso lassen sich die Sehenswürdigkeiten des historischen Dubai besser an einem Tag zusammenfassen, statt sie mit Orten im Süden der Stadt abzuwechseln.

    Bündele Sehenswürdigkeiten nach Stadtgebiet, damit du Dubai nicht mehrmals am selben Tag durchqueren musst.

    Wie bewegt man sich in Dubai am besten fort?

    Für die meisten Reisenden ist folgende Kombination am ausgewogensten: Metro + Taxi + zu Fuß innerhalb der einzelnen Viertel.

    Die Metro eignet sich für längere Strecken, sofern die Route entlang ihrer Linien verläuft. Taxis übernehmen die weniger komfortablen Abschnitte. Und zu Fuß kann man die einzelnen Viertel in Ruhe entdecken.

    Ein Mietwagen kann die Reise angenehmer machen, wenn du viele Ausflüge planst oder dein Programm geografisch stark verteilt ist. Automatisch die bequemste Lösung ist er jedoch nicht.

    Fehler, die man vermeiden sollte

    Der erste Fehler besteht darin, ein Hotel nur deshalb zu buchen, weil es günstig erscheint, ohne vorher die Lage zu prüfen. Was man bei der Unterkunft spart, kann durch zahlreiche Taxifahrten schnell wieder verloren gehen.

    Der zweite Fehler ist, Entfernungen zu unterschätzen.

    Der dritte besteht darin, zu viele verschiedene Stadtgebiete an einem Tag einzuplanen.

    Und der vierte ist, sich im Sommer zu stark auf das Zu-Fuß-Gehen zu verlassen. Dubai lässt sich bequem von einer klimatisierten Station, aus einem Taxi oder bei einem Spaziergang am Abend erleben; in der prallen Mittagssonne fühlt sich dieselbe Stadt völlig anders an.

    Ist es also einfach, sich in Dubai fortzubewegen?

    Ja, aber Dubai belohnt Reisende, die die Geografie der Stadt verstehen.

    Der öffentliche Nahverkehr ist modern und ermöglicht es, einen großen Teil der Stadt ohne Auto zu erkunden. Gleichzeitig sorgen Taxis und ergänzende Fahrdienste dafür, dass nahezu jeder Ort problemlos erreichbar ist.

    Was Dubai allerdings nicht bietet, ist die Spontaneität einer kompakten Stadt, in der man einfach aus dem Hotel gehen und stundenlang zu Fuß von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten laufen kann.

    Hier ist es sinnvoller, in Stadtvierteln zu denken, Entfernungen vor der Abfahrt zu prüfen und für jede Strecke das passende Verkehrsmittel zu wählen.

    Hat man dieses Prinzip einmal verstanden, wirkt die enorme Größe Dubais nicht mehr wie ein Nachteil, sondern wird Teil des Reiseerlebnisses: Wolkenkratzer, die hinter den Fenstern der Metro auftauchen, beleuchtete Autobahnen nach Einbruch der Dunkelheit und Stadtviertel, die wie kleine Städte innerhalb einer noch viel größeren Metropole wirken.

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