Ein Tag: vom Duomo ins Oltrarno
Beginne rund um die Kathedrale und in den angrenzenden Straßen. Geh danach zur Piazza della Signoria. Auf dem Weg siehst du, wie sich zwischen die prachtvollen Bauten Geschäfte und der Alltag der Stadt mischen. Von dort aus gehst du zum Arno und über den Ponte Vecchio ins Oltrarno.
Verbringe den Rest des Tages ohne feste Liste mit einem Spaziergang rund um Santo Spirito. Wenn du noch Energie hast, steig zum Piazzale Michelangelo hinauf und schau dir die Stadt von oben an. Der Aufstieg kostet am Ende des Tages Kraft. Am Fluss zu bleiben und in Ruhe zu Abend zu essen, ist ebenso ein schöner Abschluss.
Bei so wenig Zeit solltest du einen Ort auswählen, den du wirklich von innen sehen möchtest. Wer mehrere Museen hintereinander besucht, hat am Ende vielleicht viele Kunstwerke gesehen, aber kaum ein Gefühl für die Stadt gewonnen.
Zwei Tage: Kunst und ein entspannter Spaziergang
Nutze den ersten Tag, um dich zu orientieren. Reserviere am zweiten Vormittag Zeit für die Uffizi-Galerie, wenn dich ihre Sammlungen interessieren. Plane für den Besuch genügend Spielraum ein, statt gleich danach eine weitere große Sammlung anzusehen. Anschließend kannst du in Richtung Santa Croce gehen und die Straßen dieses Teils der Altstadt erkunden.
Wenn du weniger Zeit in Museen verbringen möchtest, besuche an diesem Vormittag eine Kirche oder spaziere an beiden Ufern des Arno entlang. Informiere dich vor der Reise über die Zugangsbedingungen. So kannst du entscheiden, welche Besuche du reservierst und wo du dich lieber spontan entscheidest.

Drei Tage: auch abseits der berühmten Plätze
Am dritten Tag kannst du das Viertel San Lorenzo erkunden und je nach Interesse zwischen der Accademia-Galerie und anderen Orten in der Nähe wählen. Geh weiter Richtung Santa Maria Novella und halte dir Zeit frei, um einen Ort zu besuchen, den du an den Tagen zuvor entdeckt hast.
Du kannst den Tag auch ganz im Oltrarno verbringen. Palazzo Pitti und die Boboli-Gärten bieten sich an, wenn du Kunst mit einem Spaziergang verbinden möchtest. Beide Vorschläge musst du nicht an einem Tag unterbringen. Florenz lässt sich besser genießen, wenn du bei einer wichtigen Besichtigung bleiben kannst, ohne ständig auf die Uhr zu sehen.
Eine Woche: Stadt und Umgebung abwechseln
Bei einer Woche Aufenthalt kannst du die großen Besichtigungen auf mehrere Tage verteilen und dazwischen spazieren gehen. Verbringe zum Beispiel die ersten drei Tage im Zentrum, den vierten im Oltrarno und einen weiteren Tag noch einmal in deinen Lieblingsvierteln, diesmal ohne Eile. Fiesole ist ein nahes Ausflugsziel und eröffnet eine andere Perspektive. Siena, Lucca oder Pisa können jeweils einen eigenen Tag füllen, wenn du eine weitere Stadt kennenlernen möchtest. Such dir eine davon aus, statt jeden Tag unterwegs zu sein.
Für diesen Stadtplan brauchst du kein Auto. Es kann nützlich sein, wenn du in der Woche auch ländliche Gegenden und verstreut liegende Orte besuchen willst. Für Florenz und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Zentrum kommt meist nur die Parkplatzsuche hinzu. Bevor du einen Ausflug festlegst, prüfe die Verkehrsverbindungen und den Zugang zu den Orten, die du besuchen möchtest.
Der häufigste Fehler ist, jeden Tag so zu planen, als würden Gehen, Warten, Essen und Ausruhen keine Zeit kosten. Lass einen Teil deiner Route offen. Dieser Freiraum gibt dir die Gelegenheit, selbst etwas zu entdecken, ohne von jeder Stunde ein besonderes Erlebnis zu erwarten.
