Miami

Was man in Miami unternehmen kann – jenseits von South Beach

Wer wissen möchte, was man in Miami unternehmen kann, findet weit mehr als Strand: lateinamerikanische Kultur, Street Art, Kulinarik, Natur, Biscayne Bay und ganz unterschiedliche Viertel.

Was man in Miami unternehmen kann – jenseits von South Beach

Was man in Miami unternehmen kann – jenseits des Postkartenmotivs

Wer sich fragt, was man in Miami unternehmen kann, sollte weit über South Beach hinausblicken. Miami beeindruckt zunächst vor allem visuell: das beinahe elektrisch wirkende Blau des Atlantiks, Palmen über sonnigen Boulevards, pastellfarbene Art-déco-Gebäude und eine tropische Stadt, die scheinbar permanent zwischen Wasser und Sonne lebt. Doch wer Miami auf seinen berühmtesten Strand reduziert, begnügt sich mit dem Postkartenmotiv und verpasst einen großen Teil dessen, was die Stadt so vielseitig macht. Innerhalb weniger Kilometer kann Miami seinen Charakter vollkommen verändern. Morgens beginnt man am Meer in South Beach Miami, anschließend geht es zwischen riesigen Wandgemälden durch Wynwood Miami, in Little Havana Miami wartet ein kubanischer Kaffee und am Abend spiegeln sich die Lichter der Wolkenkratzer in der Biscayne Bay. Genau diese Mischung aus Strand, lateinamerikanischer Kultur, Design, Gastronomie, Natur und Nachtleben macht Miami so spannend.

  • South Beach Miami ist definitiv einen Besuch wert, sollte aber als ganzes Viertel erlebt werden und nicht nur als Ort, an dem man sein Handtuch ausbreitet.
  • Little Havana Miami entdeckt man am besten ohne Eile, mit Zeit für kubanischen Kaffee, kleine Bäckereien und das alltägliche Leben des Viertels.
  • Für einen ersten Besuch ist South Beach + Little Havana + Wynwood + eine Bootstour auf der Biscayne Bay oder ein anderes Erlebnis am Wasser eine besonders ausgewogene Kombination.
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    South Beach Miami entdecken – nicht nur den Strand

    South Beach Miami ist definitiv einen Besuch wert, sollte aber als ganzes Viertel erlebt werden und nicht nur als Ort, an dem man sein Handtuch ausbreitet.

    Spazieren Sie über den Ocean Drive und durch die umliegenden Straßen, um die Art-déco-Architektur zu bewundern. Gehen Sie früh am Morgen zum Meer – wenn das Licht noch weicher ist und der große Trubel noch nicht eingesetzt hat – und anschließend weiter bis an die Südspitze von Miami Beach.

    Der South Pointe Park gehört zu den Orten, an denen Miami besonders weitläufig wirkt: Wege direkt am Wasser, Ausblicke auf den Atlantik und die Skyline sowie auf den Schiffsverkehr von PortMiami. Außerdem ist der Park kostenlos und gerade bei Sonnenuntergang besonders schön.

    Die weniger romantische Seite: South Beach kann teuer, laut und ausgesprochen touristisch sein. Wer absolute Ruhe sucht, fühlt sich in anderen Teilen von Miami Beach möglicherweise wohler.

    Little Havana Miami jenseits der Calle Ocho entdecken

    Little Havana Miami gehört zu den Orten, an denen die lateinamerikanische Identität der Stadt besonders deutlich spürbar wird.

    Rund um die Calle Ocho findet man kubanische Cafés, kleine Geschäfte, Wandgemälde, Musik, spanische Gespräche und eine Identität, die über Jahrzehnte von der kubanischen Diaspora geprägt wurde. Im Máximo Gómez Park, besser bekannt als Domino Park, treffen sich bis heute Einheimische zum Dominospielen.

    Es lohnt sich, ohne große Eile durch das Viertel zu spazieren, einen kubanischen Kaffee zu probieren, in einer Bäckerei vorbeizuschauen und das alltägliche Leben zu beobachten, anstatt den Besuch auf den Kauf von Souvenirs zu beschränken.

    Little Havana erlebt man am besten als lebendiges Viertel und nicht als touristische Kulisse.

    Zwischen den Wandgemälden von Wynwood Miami spazieren

    Wynwood Miami zeigt eine der kreativsten und fotogensten Seiten der Stadt.

    Aus einem ehemaligen Lagerhausviertel ist ein Stadtteil voller Galerien, Restaurants, Bars und Street Art geworden. Die Wandgemälde verändern sich mit der Zeit, sodass selbst Besucher, die nach einigen Jahren zurückkehren, ein anderes Stadtbild vorfinden können.

    In den Wynwood Walls sind einige der bekanntesten Werke versammelt. Ein Teil des Reizes besteht jedoch gerade darin, einfach durch die Straßen des Viertels zu schlendern und außerhalb des Geländes bemalte Fassaden zu entdecken.

    Der Nachteil: Wynwood ist inzwischen deutlich schicker und kommerzieller geworden. Wer ein vollkommen alternatives Künstlerviertel erwartet, findet hier auch angesagte Lokale und eine stark vermarktete Version seines kreativen Images.

    Vizcaya Museum & Gardens Miami besuchen

    Vizcaya Museum & Gardens Miami zeigt eine Seite der Stadt, die einer anderen Epoche zu entstammen scheint.

    Vizcaya verbindet ein historisches, europäisch inspiriertes Herrenhaus mit formalen Gärten und subtropischer Vegetation direkt an der Biscayne Bay. Zwischen Skulpturen, Innenhöfen, verwittertem Stein und mächtigen Bäumen entsteht ein besonders reizvoller Kontrast zu den modernen Wolkenkratzern der Stadt.

    Der Besuch eignet sich besonders für Paare, Architekturfans oder Reisende, die für einige Stunden dem Rhythmus aus Stränden, Autos und breiten Boulevards entkommen möchten.

    An sehr heißen Tagen kann ein Rundgang durch die Gärten zur Mittagszeit allerdings anstrengend werden.

    Eine Bootstour auf der Biscayne Bay machen

    Eine Bootstour auf der Biscayne Bay zeigt Miami aus einer Perspektive, die man von Land aus kaum bekommt.

    Vom Wasser aus lassen sich Inseln, Brücken, Wolkenkratzer und die Küstenlinie völlig neu betrachten. Es muss dabei nicht unbedingt eine große, überfüllte Sightseeing-Tour sein: Es gibt auch kleinere Angebote zum Segeln, Paddeln oder Erkunden der Küstenökosysteme.

    Weiter südlich liegt der Biscayne National Park, dessen Fläche zum überwiegenden Teil aus Wasser besteht. Dort sind unter anderem Kajakfahren, Bootstouren, Schnorcheln sowie Ausflüge zu Inseln und Riffen möglich.

    Für Meeresliebhaber kann dies zu einer der schönsten Erinnerungen der gesamten Reise werden.

    Einen Everglades Ausflug ab Miami machen

    Wer einen zusätzlichen Tag zur Verfügung hat, entdeckt bei einem Everglades Ausflug ab Miami ein vollkommen anderes Südflorida.

    Strände und Gebäude verschwinden und machen einer riesigen Landschaft aus Feuchtgebieten, Vögeln, üppiger Vegetation und Wildtieren Platz. Shark Valley gehört zu den bekanntesten Bereichen, um das Ökosystem kennenzulernen und einen Teil des Parks zu erkunden.

    Dabei sollte man verstehen, dass ein Besuch der Everglades nicht einfach bedeutet, in ein Airboat zu steigen und einen Alligator zu fotografieren. Sehr viel interessanter wird das Erlebnis, wenn man sich mit dem Ökosystem und seiner Verletzlichkeit beschäftigt.

    Während der wärmeren und feuchteren Monate können Hitze, Gewitter und Insekten das Erlebnis erheblich beeinflussen.

    Einen Everglades Ausflug ab Miami machen

    Was man bei Regen in Miami unternehmen kann

    Wer wissen möchte, was man bei Regen in Miami unternehmen kann, sollte besonders während der feuchteren Jahreszeit ein paar gute Indoor-Alternativen einplanen.

    Das Phillip and Patricia Frost Museum of Science vereint Wissenschaftsmuseum, Aquarium und Planetarium und ist damit besonders für Familien eine gute Wahl.

    Ganz in der Nähe bietet das Pérez Art Museum Miami (PAMM) moderne und zeitgenössische Kunst in einem Gebäude direkt an der Biscayne Bay und eignet sich hervorragend für einige Stunden unter Dach.

    Ein tropisches Nachmittagsgewitter muss den Tag nicht ruinieren: In Miami reicht es oft schon, die Pläne etwas umzustellen.

    Die besten kostenlosen Aktivitäten in Miami

    Zu den besten kostenlosen Aktivitäten in Miami gehören einige besonders einfache Möglichkeiten, die Stadt zu erleben, ohne das Reisebudget unnötig zu belasten:

    bei Sonnenaufgang am Strand spazieren gehen; durch den South Pointe Park schlendern; die Art-déco-Architektur von der Straße aus bewundern; durch große Teile von Wynwood spazieren und die Wandgemälde entdecken; die Calle Ocho und Little Havana erkunden; bei Einbruch der Dämmerung an der Biscayne Bay sitzen.

    Der South Pointe Park beispielsweise verbindet Strand, Spazierwege und weite Ausblicke auf die Küste, ohne dass jede Stunde der Reise mit einer kostenpflichtigen Aktivität gefüllt werden muss.

    Was man mit Kindern in Miami unternehmen kann

    Wer nach Ideen sucht, was man mit Kindern in Miami unternehmen kann, fährt meist am besten damit, unterschiedliche Aktivitäten abzuwechseln und zu viele Stunden hintereinander in der Sonne zu vermeiden.

    Frost Science gehört dank seiner Kombination aus Wissenschaft, Planetarium und Meereswelt zu den vielseitigsten Möglichkeiten. Der South Pointe Park bietet außerdem Freizeitbereiche und direkten Zugang zum Strand.

    Auch Bootsausflüge können für Kinder, die das Meer mögen, eine gute Wahl sein. Vor der Buchung sollte man allerdings Dauer, Hitze und mögliche Seekrankheit berücksichtigen.

    Was man zu zweit in Miami unternehmen kann

    Wer überlegt, was man zu zweit in Miami unternehmen kann, findet einige der schönsten Erlebnisse abseits der lautesten und vollsten Orte.

    Ein Spaziergang früh am Morgen am Strand, ein Besuch in Vizcaya, eine Bootsfahrt auf der Biscayne Bay oder ein Sonnenuntergang am South Pointe bieten häufig ein deutlich intimeres Erlebnis als Clubs und die belebtesten Gegenden der Stadt.

    Paare, die gutes Essen und Cocktails lieber mögen als Nachtclubs, finden in Vierteln wie Wynwood außerdem ein entspannteres Abendprogramm als in manchen Teilen von South Beach.

    Was man nachts in Miami unternehmen kann

    Was man nachts in Miami unternehmen kann, hängt stark davon ab, welche Atmosphäre man sucht, denn das Nachtleben unterscheidet sich deutlich von Viertel zu Viertel.

    South Beach bleibt die erste Adresse für große Clubs und intensiveres Nachtleben; in Little Havana stehen lateinamerikanische Musik und Tanz im Mittelpunkt; Wynwood verbindet Bars, Restaurants und kreative Locations.

    Niemand muss Miami bis zum Morgengrauen erleben. Viele Reisende genießen es sogar mehr, gut essen zu gehen, anschließend noch etwas zu trinken und sich genügend Energie aufzusparen, um die Stadt tagsüber zu entdecken.

    Wie viele Tage braucht man für Miami?

    In drei Tagen lassen sich South Beach, Wynwood und Little Havana bereits recht gut kennenlernen. Mit vier oder fünf Tagen wird die Reise deutlich entspannter und es bleibt Zeit für Vizcaya, Museen, Stunden am Meer oder eine Bootstour. Wer zusätzlich die Everglades oder den Biscayne National Park besuchen möchte, sollte einige weitere Tage einplanen.

    Ein häufiger Fehler besteht darin, ständig quer durch die Stadt zu fahren, um möglichst viele Orte abzuhaken. Miami ist recht weitläufig, und die Wege dauern meist länger, als es auf der Karte den Anschein hat.

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    Was lohnt sich in Miami also wirklich?

    Wer noch überlegt, was man in Miami unternehmen kann, trifft für einen ersten Besuch mit South Beach + Little Havana + Wynwood + einem Erlebnis am Wasser, etwa einer Bootstour auf der Biscayne Bay, eine sehr ausgewogene Wahl. Anschließend würde ich je nach persönlichen Interessen zwischen Vizcaya, Frost Science, PAMM, Biscayne National Park und einem Everglades Ausflug ab Miami wählen. Miami erlebt man am besten, wenn man die Stadt nicht wie eine bloße Sammlung von Sehenswürdigkeiten konsumiert. Man sollte sich Zeit nehmen, aufs Meer zu schauen, in einem Café spanische Gespräche zu hören, unerwartet auf ein Wandgemälde zu stoßen und zu beobachten, wie über der Biscayne Bay langsam die letzten Lichter des Tages aufleuchten. Dieses Miami bleibt meist besonders lange in Erinnerung: nicht nur das Miami der Palmen und Sportwagen, sondern eine tropische, lateinamerikanisch geprägte, künstlerische, widersprüchliche Stadt, die sehr viel vielfältiger ist als ihr berühmtes Postkartenmotiv.

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