Aktivität auf TourBookGoHiroshima Ganztagestour durch Geschichte, Kultur und Friedenspark
Buche eine Hiroshima Ganztagestour über 8,5 Stunden mit Mitaki-dera, Shukkei-en, Hiroshima Castle, Friedenspark und Hiroshima Peace Memorial Museum.
Eine Hiroshima Reiseroute durch die Stadt, Miyajima und die Umgebung, die Erinnerung, Wiederaufbau, Stadtleben, Natur und Ausflüge im Westen Japans verbindet.

Eine Hiroshima Reiseroute verlangt nach einem anderen Tempo als viele andere Städtereisen in Japan. Man sollte Hiroshima weder als bloße Abfolge von Fotomotiven betrachten noch die Stadt allein auf die Erinnerung an die Atombombe reduzieren. Ihre Geschichte braucht Zeit und Stille, doch auch das heutige Hiroshima verdient Aufmerksamkeit: die Straßenbahnen auf den baumbestandenen Alleen, der Duft von Okonomiyaki auf der heißen Grillplatte, die Flussufer bei Sonnenuntergang und die Nähe zur Seto-Inlandsee. Für einen ersten Besuch sind zwei volle Tage ideal: einer für Hiroshima und einer für einen Tagesausflug nach Miyajima. Beide Orte lassen sich zwar an einem einzigen Tag miteinander verbinden, wie es sogar die offizielle Touristenroute vorschlägt, doch dadurch wird das Erlebnis stark komprimiert und es bleibt wenig Zeit, das Gesehene zu verarbeiten.

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Unterkunft auf Booking suchenBeginne am Vormittag früh am Atombombendom. Von dort aus gehst du langsam durch den Friedensgedenkpark, vorbei am Kenotaph, an der Friedensflamme und am Kinderfriedensdenkmal, bevor du das Friedensgedenkmuseum betrittst.
Plane für das Museum nicht nur eine Stunde ein und setze unmittelbar danach keine fröhliche Aktivität auf das Programm. Der Besuch kann emotional sehr belastend sein. Die persönlichen Gegenstände, Zeitzeugenberichte und Fotografien sollen kein angenehmes Besuchserlebnis vermitteln, sondern das menschliche Ausmaß der Ereignisse begreifbar machen.
Zur Mittagszeit solltest du ein Okonomiyaki-Restaurant aufsuchen. Die lokale Variante wird schichtweise aus Teig, Kohl, Sojasprossen, Fleisch, Nudeln und Ei zubereitet. Gebäude mit zahlreichen kleinen Essensständen sind lebhaft und praktisch, während weniger bekannte Lokale häufig eine ruhigere Atmosphäre bieten.
Widme den Nachmittag in zügigem Tempo dem Itsukushima-Schrein und den Straßen rund um den Hafen von Miyajima. Die Landschaft verändert sich mit den Gezeiten: Bei Flut scheinen die zinnoberroten Gebäude auf dem Wasser zu schweben, bei Ebbe kann man zu Fuß bis zum großen Torii gehen.
Mit dieser Kombination siehst du die beiden bekanntesten Wahrzeichen der Region, musst jedoch auf den Berg Misen, die kleineren Tempel und einen großen Teil des städtischen Lebens verzichten. Hast du nur einen Tag Zeit und möchtest Hiroshima lieber verstehen, als möglichst viele Sehenswürdigkeiten abzuhaken, solltest du in der Stadt bleiben und Miyajima für eine spätere Reise aufheben.
Besuche am ersten Vormittag den Atombombendom, den Friedenspark und das Museum. Nach dem Mittagessen kannst du am Motoyasu-Fluss entlanggehen und anschließend Hondori erkunden, die große überdachte Einkaufsstraße im Stadtzentrum.
Danach bietet sich ein Besuch des Shukkeien-Gartens an, in dem Wege, Brücken und kleine Inseln eine Miniaturlandschaft bilden. Er schafft einen wohltuenden Kontrast zur emotionalen Schwere des Vormittags: Das Erlebte wird dadurch nicht aufgehoben, doch der Garten zeigt, wie Hiroshima Ruhe und Alltagsleben zurückgewonnen hat.
Am späten Nachmittag kannst du durch Nagarekawa oder die Straßen rund um den Bahnhof schlendern. Das Nachtleben in Hiroshima ist lebendig, ohne überwältigend zu wirken. Ein Abendessen mit Okonomiyaki, saisonalen Austern oder kleinen Izakaya-Gerichten rundet den Tag angenehmer ab als ein mit Denkmälern überfrachtetes Programm.
Fahre am zweiten Tag früh zu einem Tagesausflug nach Miyajima ab Hiroshima. Besuche zunächst den Itsukushima-Schrein und gehe anschließend weiter zum Daisho-in-Tempel, der ruhiger ist und weniger von der Jagd nach dem perfekten Foto geprägt wird.
Danach kannst du entscheiden, ob du am Meer bleiben oder den Berg Misen besteigen möchtest. Der Berg ist etwa 535 Meter hoch und bietet Wanderwege, Felsformationen und Panoramablicke über die Inseln der Seto-Inlandsee. Selbst bei Nutzung der Seilbahn bleibt ein Abschnitt zu Fuß zurückzulegen. Daher sind geeignete Schuhe wichtig, und die Sommerhitze sollte nicht unterschätzt werden.
Miyajima entfaltet seinen besonderen Reiz, sobald die Reisegruppen verschwunden sind. Wer bis zum späten Nachmittag bleibt oder eine Nacht auf der Insel verbringt, kann das Wasser unter den Stegen hören und das Torii in wesentlich sanfterem Licht erleben. Der Nachteil besteht darin, dass viele Geschäfte relativ früh schließen und Unterkünfte meist teurer sind als in Hiroshima.
Folge am ersten Tag der historischen Route durch den Friedenspark ohne Eile und beende den Tag rund um Hondori, an den Flussufern und in den Gastronomievierteln des Zentrums.
Verbringe am zweiten Tag einen ganzen Tag auf Miyajima. Besuche den Itsukushima-Schrein, den Daisho-in-Tempel, die historischen Straßen und bei gutem Wetter den Berg Misen. Informiere dich vor der Fahrt über die Gezeiten, wenn du das Torii sowohl von Wasser umgeben als auch zu Fuß erreichbar erleben möchtest.
Beginne den dritten Tag im Shukkeien-Garten und gehe anschließend weiter zum Gelände der Burg Hiroshima. Wichtig zu wissen ist, dass der Hauptturm am 22. März 2026 für die Öffentlichkeit geschlossen wurde. Das Gebäude ist weiterhin von außen zu sehen, und andere Bereiche des Burggeländes bleiben zugänglich, doch das Innere kann nicht mehr besichtigt werden.
Am Nachmittag kannst du zwischen einem Kunstmuseum, einem längeren Spaziergang am Fluss oder dem Mitaki-dera-Tempel wählen, der an einem bewaldeten Hang nördlich der Stadt liegt. Letzterer zeigt eine weniger bekannte Seite Hiroshimas, geprägt von Moos, feuchtem Stein und ruhigen Wegen, erfordert jedoch etwas mehr Zeit für die Anreise.
Der dritte Tag fügt kein unverzichtbares Denkmal hinzu, sondern Kontext. Er zeigt, dass Hiroshima nicht ausschließlich von seiner Vergangenheit lebt und dass seine vielleicht größte Stärke in der zurückgewonnenen Normalität liegt.
Sieben Tage wären zu viel, wenn du ausschließlich im Stadtzentrum bleiben möchtest. Sie eignen sich jedoch hervorragend, um den Westen Japans mit Hiroshima als Ausgangspunkt zu erkunden.
Verbringe die ersten drei Tage in Hiroshima und Miyajima: zwei Tage in der Stadt und einen ganzen Tag auf der Insel. Dieser Einstieg verhindert, dass Ausflüge ab Hiroshima die Stadt zu einem bloßen Zwischenstopp machen.
Onomichi ist eine Hafenstadt mit steilen Hängen, Tempeln, schmalen Gassen und alten Häusern, die auf den Kanal blicken. Am schönsten lässt sie sich zu Fuß und ohne allzu festen Plan erkunden: Steige die Hänge hinauf, gehe hinunter zur Uferpromenade und überquere das Wasser mit einer der kleinen lokalen Fähren. Die Stadt ist außerdem einer der Ausgangspunkte für die Inseln des Shimanami Kaido.
Für Menschen, denen Treppen oder Steigungen Schwierigkeiten bereiten, ist dieser Ausflug weniger geeignet. Im Sommer kann die hohe Luftfeuchtigkeit den Aufstieg äußerst anstrengend machen.
Kure zeigt eine andere Seite der Region: Werften, Marinegeschichte und industrielle Küstenlandschaften. Die Stadt ist für Reisende interessant, die Japans Verhältnis zu seiner militärischen Vergangenheit besser verstehen möchten, auch wenn das Thema manchen zu spezialisiert erscheinen dürfte.
Der offizielle Tourismusführer empfiehlt, mindestens einen ganzen Tag für Kure einzuplanen.

Saijo verspricht einen ruhigeren Tag zwischen historischen Sake-Brauereien, gemauerten Schornsteinen und weiß getünchten Fassaden. Besonders reizvoll ist der Ort für Menschen, die sich für Kulinarik und die Kultur von fermentiertem Reis interessieren.
Einige Führungen und Verkostungen finden nur an bestimmten Wochentagen statt oder müssen im Voraus gebucht werden. Daher solltest du dich vor der Anreise informieren.
Halte den letzten Tag flexibel. Du kannst nach Miyajima zurückkehren, um den Berg Misen zu besteigen, falls das Wetter dies zuvor verhindert hat, noch einmal durch Hiroshima spazieren oder dich ausruhen, bevor du nach Kyoto, Osaka oder Fukuoka weiterreist.
Dieser freie Tag ist keine verlorene Zeit. In einer Region, in der Regen, Gezeiten und die emotionale Belastung das Reisetempo beeinflussen können, verbessert ein zeitlicher Puffer ohne feste Verpflichtungen häufig das gesamte Reiseerlebnis.
Für einen ersten Besuch ist folgende Reihenfolge am sinnvollsten: Hiroshima-Stadt → Miyajima → regionaler Ausflug.
Der Friedenspark vermittelt zu Beginn den notwendigen historischen Zusammenhang. Miyajima öffnet den Blick anschließend auf das Meer, Spiritualität und Natur. Zum Abschluss zeigen Onomichi, Kure oder Saijo, dass die Präfektur wesentlich vielschichtiger ist als ihre beiden bekanntesten Motive.
Besuche das Museum nicht unter Zeitdruck, versuche nicht, den Berg Misen mit ungeeignetem Schuhwerk zu besteigen, und presse Hiroshima und Miyajima nur dann in einen einzigen Tag, wenn dir wirklich keine andere Möglichkeit bleibt.
Füttere und bedränge auch die Hirsche auf Miyajima nicht. Sie wirken möglicherweise zahm, sind aber weiterhin Wildtiere und können sehr aufdringlich werden, sobald sie Essen oder Papier bemerken.
Hiroshima verdient mindestens zwei Tage, denn eine Reise hierher besteht nicht nur darin, Orte zu besichtigen. Es geht darum, eine Tragödie zu verstehen, einen Wiederaufbau nachzuvollziehen und zu entdecken, dass jenseits der Erinnerung eine helle, alltägliche und zutiefst lebendige Stadt existiert.
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