Zentraler Strip: Wo übernachten in Las Vegas beim ersten Besuch?
Der Bereich ungefähr zwischen Bellagio, Paris Las Vegas, Caesars Palace, Flamingo und The LINQ vereint viele der bekanntesten Bilder von Las Vegas: beleuchtete Springbrunnen, monumentale Nachbauten, Einkaufszentren, Restaurants, Theater und rund um die Uhr geöffnete Casinos.
Diese Lage ist besonders praktisch für alle, die zwei, drei oder vier Nächte bleiben und möglichst viel erleben möchten, ohne ständig auf Taxis angewiesen zu sein. Mehrere Monorail-Stationen befinden sich in diesem Abschnitt des Strips. Die Strecke verläuft allerdings auf der Ostseite, und bei einigen Stationen muss man relativ weit durch die Hotelanlagen laufen. Die Linie verfügt über sieben Haltestellen zwischen MGM Grand und SAHARA.
Die Vorteile: Man tritt aus dem Hotel und befindet sich sofort mitten im urbanen Spektakel. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten zum Essen, Einkaufen und für Showbesuche. Oder man spaziert einfach die Straße entlang und beobachtet, wie sich der Boulevard mit Einbruch der Dunkelheit verändert.
Die Gegend eignet sich auch gut für Paare und Gruppen mit unterschiedlichen Plänen: Einige können einkaufen gehen, andere ein Casino besuchen und wieder andere sich ausruhen, ohne dass die gesamte Gruppe gemeinsam unterwegs sein muss.
Was enttäuschen kann: Dies ist der vollste, lauteste und für die Sinne anstrengendste Teil der Stadt. Zimmer mit Aussicht kosten in der Regel mehr, und selbst eine zentrale Adresse garantiert keine Ruhe. Außerdem dauert der Fußweg von einem Resort zum nächsten länger, als die Karte vermuten lässt.
Auch die endgültige Rechnung kann deutlich höher ausfallen als der zunächst angezeigte Zimmerpreis. Vergleichen sollte man daher den Gesamtbetrag einschließlich Steuern, möglicher obligatorischer Gebühren und Parkkosten und nicht nur die auffällig beworbene Zahl in den Suchergebnissen.
Südlicher Strip: Hotels für Shows, Sport und Familien
Im südlichen Abschnitt des Strips liegen Anlagen wie Mandalay Bay, Luxor, Excalibur, New York-New York und MGM Grand. Las Vegas zeigt sich hier weiterhin in seiner ganzen Intensität, doch das Gefühl ist ein anderes: Die Resorts liegen weiter auseinander, und manche Häuser bieten günstigere Zimmer als die großen Namen im Zentrum.
Die Gegend ist ein guter Ausgangspunkt für Konzerte, Sportveranstaltungen und Shows in diesem Teil der Stadt. Sie kann sich auch für Familien eignen, die große Pools, Attraktionen im Innenbereich und Resorts bevorzugen, in denen man einen großen Teil des Tages verbringen kann.
Der Nachteil zeigt sich, wenn sich alle geplanten Aktivitäten rund um Caesars Palace, Bellagio oder The Venetian abspielen. Man kommt zwar dorthin, doch Fahrten, Wartezeiten und Fußwege summieren sich schnell.
Nördlicher Strip: moderne Hotels und Luxusresorts
Rund um Resorts World, Fontainebleau, SAHARA und das Gebiet nahe dem Kongresszentrum finden sich moderne Anlagen, ambitionierte Architektur und einige der sorgfältigsten gestalteten Zimmer der Stadt.
Dieser Teil eignet sich für Luxusreisen, Kongresse oder Aufenthalte, bei denen das Resort selbst einen wesentlichen Teil des Erlebnisses ausmacht. Die Monorail fährt bis SAHARA und bedient auch das Kongresszentrum.
Allerdings ist die Gegend nicht so gut vernetzt wie das Zentrum. Einige Abschnitte wirken leerer, und der Fußweg zu den großen Attraktionen des Strips kann anstrengend sein, insbesondere bei Hitze oder spät am Abend.
Downtown und Fremont Street: günstige Hotels und Retro-Neon
Downtown bietet eine kompaktere, ungezwungenere und etwas rauere Version von Las Vegas. Unter dem leuchtenden Dach der Fremont Street treffen historische Casinos, Musik, Straßenkünstler und Besucher mit riesigen Getränken auf blinkende Neonlichter.
Im Allgemeinen findet man hier günstigere Zimmer, und die Entfernungen zwischen den Casinos sind überschaubarer. Auch der Charakter der Gegend ist ausgeprägter: Spuren des alten Las Vegas sind noch immer vorhanden, auch wenn sie heute von einer ebenso touristischen Unterhaltungswelt umgeben sind wie am Strip.
Der Nachteil liegt auf der Hand. Die Fremont Street kann selbst mitten in der Nacht extrem laut sein. Wer einen leichten Schlaf hat, sollte nach einem Zimmer fragen, das vom Dach, den Bühnen und den Hauptfassaden entfernt liegt.
Downtown ist keine zu Fuß erreichbare Verlängerung des Strips. Der Bus Deuce verbindet beide Gebiete rund um die Uhr und hält auch im Arts District, doch der Verkehr kann die Fahrt deutlich verlängern.
Arts District: eine lokalere Gegend zum Übernachten
Südlich von Downtown vereint der Arts District Galerien, Wandmalereien, Vintage-Läden, Brauereien, Cocktailbars und Restaurants mit einer Identität, die weniger stark von den großen Casinos geprägt ist. Die Stadt selbst betrachtet ihn als eines ihrer bedeutendsten Kulturviertel.
Die Gegend kann Reisende ansprechen, die entdecken möchten, dass Las Vegas auch außerhalb der Resorts existiert. Am Abend vermitteln die niedrigen Fassaden und ehemaligen Geschäftsgebäude einen menschlicheren Maßstab als die Paläste am Las Vegas Boulevard.
Das Hotelangebot ist jedoch begrenzt, und nicht alle Straßen sind gleichermaßen belebt. Die Gegend eignet sich eher für Wiederholungsbesucher, Reisende mit Auto oder Menschen, die bereit sind, nachts private Fahrdienste zu nutzen.

Hotels abseits des Strips: ruhige Gegenden zum Übernachten
Resorts in Summerlin, Henderson und anderen Randgebieten bieten meist ruhigere Anlagen, weniger hektische Poolbereiche und eine Atmosphäre, die sich sowohl an Einheimische als auch an Besucher richtet. Sie sind eine gute Wahl zum Entspannen, Golfspielen oder für eine Kombination aus Stadtaufenthalt und Ausflügen mit dem Auto.
Daneben gibt es Hotels nur wenige Straßen vom Strip entfernt, die auf der Karte sehr nah wirken. Hier sollte man genau hinsehen: „In der Nähe des Strips“ bedeutet nicht automatisch, dass der Weg zu Fuß angenehm ist. Breite Straßen, Parkplätze, unkomfortable Kreuzungen und große Hitze können einen Kilometer in einen wenig verlockenden Fußmarsch verwandeln.
Gegenden und Unterkünfte in Las Vegas, die man besser meidet
Man muss nicht ganze Viertel so darstellen, als wäre dort grundsätzlich alles problematisch. Der häufigste Fehler ist ein anderer: das billigste Hotel zu buchen, ohne den tatsächlichen Weg zu den gewünschten Zielen zu prüfen.
Skeptisch wäre ich bei Unterkünften, von denen aus man nachts längere Strecken durch wenig belebte Gegenden laufen muss, selbst wenn sie damit werben, „nur wenige Minuten vom Strip“ entfernt zu sein. Ebenfalls meiden würde ich abgelegene Motels, die ausschließlich wegen ihres niedrigen Preises gewählt werden, besonders wenn aktuelle Bewertungen von schlechtem Zustand, unerwarteten Gebühren oder Problemen in der Umgebung berichten.
Hotels in Flughafennähe eignen sich für einen Zwischenstopp oder einen sehr frühen Flug, sind als Ausgangspunkt für einen ganzen Urlaub jedoch meist wenig reizvoll.
Braucht man je nach Unterkunft in Las Vegas einen Mietwagen?
Wer am Strip oder in Downtown übernachtet, braucht in der Regel keinen. Laut der offiziellen Tourismuswebsite ist ein Auto in diesen beiden Gebieten dank Fußwegen, Monorail, Bussen und privaten Fahrdiensten nicht notwendig.
Ein Mietwagen kann sich jedoch lohnen, wenn man außerhalb des touristischen Zentrums übernachtet oder mehrere Ausflüge in die Umgebung plant. Der Flughafen verfügt über ein separates Mietwagenzentrum, das durch Shuttlebusse mit den Terminals verbunden ist.
Vor der Buchung sollten außerdem die Parkkosten berücksichtigt werden. Mehrere große Hotelketten am Strip verlangen Parkgebühren und können an Wochenenden oder bei besonderen Veranstaltungen andere Tarife berechnen.
Die beste Gegend in Las Vegas für jeden Reisetyp
Für einen ersten Besuch von wenigen Nächten würde ich die Mitte des Strips wählen und eine gute Lage gegenüber einem etwas luxuriöseren Zimmer bevorzugen.
Für eine Reise mit Schwerpunkt auf Partys und Casinos bei begrenztem Budget bietet Downtown mehr Charakter und überschaubare Entfernungen, sofern der Lärm kein Problem darstellt.
Für Familien oder Besucher von Veranstaltungen bietet der südliche Strip meist einen guten Kompromiss.
Für einen Luxusaufenthalt, bei dem das Hotel selbst im Mittelpunkt steht, eignen sich der nördliche Strip und einige der großen Resorts in anderen Teilen des Strips besser.
Wer Ruhe, Ausflüge und lokales Leben sucht, kann sich in einer Unterkunft abseits des Strips wohler fühlen, muss dafür aber fast immer längere Wege in Kauf nehmen.
In Las Vegas zahlt sich Nähe aus. Eine großartige Suite am falschen Ort kann anstrengender sein als ein einfaches Zimmer in unmittelbarer Nähe zu allem, was man erleben möchte.


