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Erlebnis ansehenDie beste Art der Fortbewegung in Paris
Für die meisten Reisenden ist die klügste Formel einfach: innerhalb der einzelnen Viertel zu Fuß gehen und Metro oder RER nutzen, um zwischen weiter entfernten Gegenden zu wechseln. Das Zentrum von Paris hat durchaus ein menschliches Maß, doch Strecken wie Montmartre–Eiffelturm, Marais–Arc de Triomphe oder Quartier Latin–Versailles sollte man nicht unterschätzen.
Die Metro Paris ist schnell, fährt häufig und erreicht fast alle wichtigen Sehenswürdigkeiten. Besonders nützlich ist sie, um Viertel miteinander zu verbinden, die auf der Karte nah wirken, in der Praxis aber gut eine Stunde Fußweg bedeuten können. Im Jahr 2026 kostet das Metro-Train-RER-Ticket 2,55 € und das Bus-Tram-Ticket 2,05 €, gemäß den offiziellen Tarifen, die seit dem 1. Januar 2026 gelten.
Zu Fuß durch Paris: unverzichtbar, aber mit Maß
Zu Fuß durch Paris zu gehen ist die schönste Art, die Stadt kennenzulernen. Manche Strecken sind jede Müdigkeit wert: von Notre-Dame zum Louvre am Seineufer entlang, vom Marais zur Île Saint-Louis, von Saint-Germain-des-Prés zum Jardin du Luxembourg oder von der Place de la Concorde in Richtung Champs-Élysées, wenn der Abend hereinbricht.
Doch Paris ist keine flache Kulisse. Montmartre hat Steigungen, manche Stationen haben lange Gänge und Treppen, und ein zu ehrgeiziger Tagesplan kann aus einem eleganten Tag einen Gewaltmarsch machen. Wer mit Kindern, älteren Menschen oder wenig Zeit reist, sollte jeden Tag nach Gegenden planen, nicht nach verstreuten Monumenten.
Die Pariser Metro: schnell, praktisch und nicht immer romantisch
Die Metro ist das Rückgrat der Stadt und eine der einfachsten Möglichkeiten, öffentliche Verkehrsmittel in Paris zu nutzen. Sie funktioniert sehr gut für Reisende, die in kurzer Zeit viel sehen möchten: Louvre, Opéra, Bastille, Montparnasse, Trocadéro, République, Pigalle oder Nation sind ziemlich gut angebunden.
Das Beste an der Metro ist ihre Effizienz. Weniger angenehm sind die Stoßzeiten, die Hitze im Sommer auf manchen Linien, lange Gänge und fehlende Aufzüge in vielen Stationen. Außerdem sollte man in touristischen Stationen und vollen Wagen auf seine Taschen achten, besonders rund um große Knotenpunkte wie Gare du Nord, Châtelet-Les Halles oder in der Nähe stark besuchter Sehenswürdigkeiten.
Für kurze Aufenthalte reicht es meist, Tickets auf eine Navigo-Easy-Karte oder auf das Mobiltelefon zu laden. Der Verkauf von t+-Papiertickets wurde ab November 2025 zugunsten von wiederaufladbaren Karten, mobiler Entwertung und Angeboten wie Navigo Liberté+ eingestellt.
RER Paris: nützlich für Flughäfen, Versailles und längere Strecken
Der RER ist nicht genau „die Metro“, auch wenn er sich innerhalb von Paris ähnlich anfühlen kann. Es handelt sich um ein regionales Bahnnetz, das die Stadt durchquert und mit weiter entfernten Orten verbindet. Sehr praktisch ist es für Fahrten nach Versailles, Disneyland Paris, La Défense oder zum Flughafen Charles de Gaulle mit der Linie RER B.
Für die Flughäfen sollte man das Ticket vor der Fahrt genau prüfen, denn nicht immer gilt derselbe Fahrschein wie für Fahrten im Zentrum. Im Jahr 2026 kostet das Ticket Paris Region Airports nach Orly oder Charles de Gaulle 14 € zum Volltarif.
Busse in Paris: langsamer, aber schöner
Busse in Paris sind langsamer als die Metro, bieten aber etwas, das die Metro nicht bieten kann: die Stadt aus dem Fenster. Für Reisende ohne Eile kann eine Busfahrt eine sehr angenehme Art sein, Plätze, Avenuen, Geschäfte und Alltagsszenen zu erleben.
Ich würde ihn nicht wählen, um pünktlich zu einer wichtigen Reservierung zu kommen oder zur Hauptverkehrszeit die halbe Stadt zu durchqueren. Wohl aber an Tagen mit leichtem Regen, wenn die Beine schon schwer werden, oder auf Strecken, bei denen die Metro zu viele Umstiege verlangt.
Muss man in Paris ein Auto mieten?
Fast nie. Ein Auto zu mieten, um Paris zu besuchen, ist in der Regel ein Fehler: dichter Verkehr, teure Parkplätze, komplizierte Straßen und städtische Beschränkungen. Ein Auto ergibt nur dann Sinn, wenn Paris der Ausgangspunkt für die Normandie, die Loire, die Champagne oder andere Regionen ist, in denen öffentliche Verkehrsmittel nicht gut zur Route passen.
Paris ohne Mietwagen zu erleben ist innerhalb der Stadt meist einfacher, günstiger und entspannter. Selbst für klassische Ausflüge wie nach Versailles ist der Zug meist praktischer.
Taxis, Fahrdienste und private Transfers
Ein Taxi oder ein Fahrdienst kann sinnvoll sein, wenn man spät ankommt, viel Gepäck hat, mit kleinen Kindern reist oder die Unterkunft weit von einer gut erreichbaren Station entfernt liegt. Auch an einem verregneten Abend oder für den Transfer zu einem besonderen Abendessen kann es die richtige Lösung sein.
Man sollte sich jedoch nicht für alles darauf verlassen. Zur Hauptverkehrszeit kann der Verkehr eine Autofahrt langsamer und teurer machen als die Metro. Für Wege durch das Zentrum tagsüber gewinnt in der Regel der öffentliche Verkehr.
Fahrrad und E-Scooter: nur für manche eine gute Idee
Paris ist deutlich fahrradfreundlicher geworden, und bestimmte Gegenden mit dem Rad zu erkunden, kann ein großartiges Erlebnis sein. Trotzdem ist es nicht für alle geeignet. Der Pariser Verkehr verlangt Aufmerksamkeit, manche Avenuen wirken einschüchternd, und Regen oder Kälte können den Reiz schnell mindern.
Das Fahrrad lohnt sich für Reisende, die es gewohnt sind, in der Stadt zu fahren. Wer bei Autos, Bussen und großen Kreuzungen nervös wird, ist mit Gehen und Metro besser beraten.

Wie man die Tage plant, um weniger unterwegs zu sein
Der häufigste Fehler besteht darin, eine Route zu planen, als wäre Paris eine Liste von Sehenswürdigkeiten. Wer weniger laufen und mehr genießen möchte, sollte besser in Vierteln denken.
Ein Tag an der Seine und im historischen Zentrum
Notre-Dame, Sainte-Chapelle, Île Saint-Louis, der Louvre von außen und ein Spaziergang am Fluss. Fast alles lässt sich zu Fuß machen, mit einer Metrofahrt am Ende, falls die Unterkunft weiter entfernt liegt.
Ein Tag in Montmartre und Opéra
Montmartre am Morgen, Pigalle, falls es interessiert, Opéra Garnier und die großen Boulevards am Nachmittag. Hier lohnt sich die Metro, um lange Wege zu vermeiden.
Ein Tag am Eiffelturm und im Westen von Paris
Trocadéro, Eiffelturm, Invalides, Pont Alexandre III und vielleicht der Arc de Triomphe. Diese Gegend ist elegant, weitläufig und fotogen, aber die Entfernungen sind größer, als sie wirken.
Ein Tag im Marais und am Canal Saint-Martin
Ideal zum Spazieren, ohne sich auf Sehenswürdigkeiten zu versteifen. Boutiquen, Plätze, Galerien, Bäckereien, Cafés und ein alltäglicheres Paris, auch wenn es ebenfalls sehr beliebt ist.
Wie sich die Fortbewegung je nach Jahreszeit verändert
Im Frühling und Herbst lädt Paris zum Gehen ein. Das Licht ist weich, die Parks sind lebendig und die Müdigkeit wiegt weniger schwer. Im Sommer können Hitze und Menschenmengen die Metro stickig machen, besonders auf älteren Linien und in stark frequentierten Stationen. Im Winter werden Bus und Metro attraktiver, doch die kurzen Tage erfordern eine bessere Planung.
Bei Streiks, Bauarbeiten oder großen Veranstaltungen sollte man vor dem Aufbruch den Stand des Verkehrs prüfen. Paris funktioniert sehr gut, ist aber nicht vor Unterbrechungen, geschlossenen Stationen oder kurzfristigen Änderungen gefeit.
Häufige Fehler bei der Fortbewegung in Paris
Der erste Fehler ist, am ersten Tag zu viel zu laufen. Paris begeistert, bestraft aber unrealistische Tagespläne. Der zweite ist, eine Unterkunft weit draußen zu buchen, „weil eine Metro in der Nähe ist“, ohne zu prüfen, wie viele Umstiege nötig sind, um ins Zentrum zu gelangen. Der dritte ist, den Fahrschein nicht richtig zu entwerten oder nicht das passende Ticket für Flughäfen und Regionalstrecken zu kaufen.
Außerdem sollte man vermeiden, immer direkt beim nächstgelegenen Monument zu essen. Oft verändert ein Fußweg von zehn oder fünfzehn Minuten in eine weniger offensichtliche Straße sowohl das Erlebnis als auch den Preis komplett.
Was ist also die beste Strategie?
Die beste Strategie, um sich in Paris fortzubewegen, besteht darin, zu akzeptieren, dass man die Stadt in zwei Geschwindigkeiten erlebt. Die eine ist schnell und unterirdisch, um von einem Viertel ins andere zu kommen, ohne einen halben Tag zu verlieren. Die andere ist langsam und lichtdurchflutet, um an der Seine entlangzuspazieren, vor einem Schaufenster stehen zu bleiben, in eine stille Kirche einzutreten oder dem Duft einer Boulangerie zu folgen, ohne auf die Uhr zu schauen.
Paris verdient Schritte, aber auch Pausen. Wer lernt, Metro und Spaziergänge abzuwechseln, entdeckt eine freundlichere, weniger erschöpfende und viel realere Stadt.


