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Die Sicherheit in Seoul ist für Touristen insgesamt hoch. In großen Menschenmengen, im Nachtleben, bei unklaren Preisen und rund um politische Kundgebungen ist dennoch erhöhte Aufmerksamkeit sinnvoll.

Die Sicherheit in Seoul überrascht viele Menschen, die diese riesige Metropole mit unterirdischen Bahnhöfen, hell erleuchteten Alleen und bis spät in die Nacht belebten Vierteln zum ersten Mal besuchen. Beim Erkunden entsteht meist kein Gefühl von Bedrohung, sondern von Ordnung: Die U-Bahn bleibt bis spät gefüllt, Geschäfte erhellen die Straßen und viele Menschen sind selbstverständlich allein unterwegs. Im Allgemeinen ist eine Reise nach Seoul sicher, auch für die meisten Alleinreisenden, sofern die üblichen Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden. Gelegentliche Diebstähle, Vorfälle im Nachtleben, überhöhte Preise und politische Ereignisse mit Auswirkungen auf den Verkehr können dennoch vorkommen.

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Unterkunft auf Booking suchenStraftaten gegen ausländische Besucher sind selten, dennoch können an belebten Orten Handys, Geldbörsen, Bankkarten oder Reisepässe gestohlen werden. Unachtsamkeit stellt meist ein größeres Risiko dar als die Straße selbst: ein offener Rucksack in der U-Bahn, ein unbeaufsichtigtes Handy auf dem Tisch oder eine leicht erreichbare Geldbörse in einem überfüllten Markt.
Die Stadt vermittelt außerdem nicht jene angespannte Wachsamkeit, die in manchen anderen großen Hauptstädten zu spüren ist. Man muss nicht ständig über die Schulter schauen. Trotzdem sollte das Sicherheitsgefühl nicht mit einer absoluten Garantie verwechselt werden, insbesondere spät in der Nacht oder nach Alkoholkonsum.
In den offiziellen Reisehinweisen werden keine kompletten Touristenviertel Seouls als Sperrzonen eingestuft. Risiken in Seoul hängen stärker von der Uhrzeit, der Menschenmenge und der jeweiligen Situation ab als vom Stadtteil selbst.
Itaewon und Hongdae sind voller Restaurants, Bars, Clubs und Straßen, in denen das Nachtleben bis in die frühen Morgenstunden weitergeht. Tagsüber sind beide Viertel angenehm und belebt; in den Wochenendnächten verändern Alkohol, große Menschenmengen und die gleichzeitige Schließung vieler Lokale die Atmosphäre.
In diesen Gegenden wurden Fälle von Belästigung, sexuellen Übergriffen, Gewalt und manipulierten Getränken gemeldet. Das ist kein Grund, vollständig auf das Ausgehen zu verzichten. Man sollte sein Getränk jedoch stets im Blick behalten, keine bereits geöffneten Getränke von Fremden annehmen und nicht allein zu Fuß zurückgehen, wenn man orientierungslos oder alkoholisiert ist.
Myeongdong, Dongdaemun, Namdaemun und die großen Umsteigebahnhöfe der U-Bahn ziehen Tausende Menschen an. Das größte Problem ist meist nicht Gewalt, sondern die Gefahr, Gegenstände zu verlieren oder zu viel zu bezahlen, wenn Preise nicht eindeutig angegeben sind.
In Taxis sollte man darauf achten, dass das Taxameter eingeschaltet ist. Auf Märkten und an Straßenständen empfiehlt es sich, vor der Bestellung nach dem Preis zu fragen. In Geschäften oder Restaurants sollte man bei höheren Beträgen eine Quittung verlangen. Bei den Touristenservicestellen in Seoul gehen regelmäßig Beschwerden über überhöhte Preise für Transport, Einkäufe, Essen und Unterkünfte ein.
Seoul ist nicht dafür bekannt, dass aggressive Betrügerbanden gezielt Touristen verfolgen. Dennoch können weniger offensichtliche Situationen auftreten.
Dazu gehören überhöhte Fahrpreise in inoffiziellen Taxis oder Fahrzeugen ohne Taxameter, unklare Preise an Straßenständen, in Bars oder Restaurants, aufdringliche Einladungen, Fremde in Lokale, zu Treffen oder zu angeblichen kulturellen Erlebnissen zu begleiten, und unerwartete Zusatzkosten in Nachtlokalen.
Der beste Schutz besteht nicht in ständigem Misstrauen, sondern darin, innezuhalten, sobald etwas unklar erscheint. Steigen Sie nicht in ein Fahrzeug, das Sie nicht eindeutig identifizieren können, bestätigen Sie den Preis, bevor Sie eine Dienstleistung annehmen, und verlassen Sie jede Situation, in der Freundlichkeit in Druck umschlägt.
Für viele Frauen bietet Seoul ein vergleichsweise angenehmes Reiseerlebnis: Der öffentliche Nahverkehr funktioniert zuverlässig, Einkaufsstraßen bleiben lange belebt und in vielen Vierteln herrscht bis spät in die Nacht Betrieb. Tagsüber lassen sich Gegenden wie Jongno, Insadong, Bukchon, Gangnam oder das Ufer des Han-Flusses ohne außergewöhnliche Vorsichtsmaßnahmen allein erkunden.
Die weniger angenehme Seite der Stadt zeigt sich vor allem rund um Bars und Clubs. Übergriffe und Belästigungen können vorkommen, insbesondere wenn Alkohol im Spiel ist. Die Behörden mehrerer Länder empfehlen daher erhöhte Vorsicht, wenn Frauen nachts allein zu ihrer Unterkunft zurückkehren.
Es ist sinnvoll, den eigenen Standort mit einer Vertrauensperson zu teilen, auf einen ausreichenden Akkustand des Handys zu achten, das Getränk niemals aus den Augen zu lassen und für die Rückfahrt zur Unterkunft ein seriöses Verkehrsmittel zu nutzen. Entschlossen um Hilfe zu bitten ist oft wirksamer, als aus Höflichkeit eine Szene vermeiden zu wollen.

Seoul eignet sich gut für Reisen mit Kindern, doch die Größe der Stadt kann anstrengend sein. Die Bahnhöfe sind riesig, manche Umstiege erfordern lange Fußwege und Einkaufsviertel können sich sehr schnell füllen. Das größte Risiko für Familien ist in der Regel nicht Kriminalität, sondern dass man sich in einer Menschenmenge verliert oder Entfernungen unterschätzt.
Es ist hilfreich, wenn Kinder den Namen der Unterkunft schriftlich bei sich tragen. Vor dem Betreten von Märkten oder Bahnhöfen sollte ein Treffpunkt vereinbart werden, und Stoßzeiten sollten nach Möglichkeit gemieden werden. An Fußgängerampeln sollte man Einheimische, die noch schnell die Straße überqueren, nicht automatisch nachahmen: Selbst in Nebenstraßen kann der Verkehr schnell sein.
Politische Demonstrationen sind in Seoul häufig, besonders auf öffentlichen Plätzen, vor Regierungsgebäuden und auf großen Straßen im Stadtzentrum. Die meisten verlaufen friedlich und werden von den Behörden überwacht. Dennoch können sie Straßen blockieren, Bahnhöfe überlasten oder ohne große Vorwarnung stark anwachsen. Die Behörden empfehlen, große Menschenansammlungen zu meiden, und weisen darauf hin, dass die Teilnahme ausländischer Staatsangehöriger an politischen Aktivitäten nach südkoreanischem Recht eingeschränkt ist.
Nachrichten über nordkoreanische Raketenstarts können aus dem Ausland betrachtet alarmierend wirken. Im Alltag Seouls sorgen sie meist für deutlich weniger Beunruhigung, als Besucher erwarten würden. Dennoch kann sich die Lage auf der koreanischen Halbinsel schnell verändern. Bei Zivilschutzübungen können Sirenen zu hören sein, und möglicherweise erhalten Sie Warnmeldungen auf Ihrem Handy. Lesen Sie die jeweilige Nachricht und befolgen Sie die örtlichen Anweisungen, anstatt automatisch von einem echten Notfall auszugehen.
Die staatliche App Emergency Ready bietet Notfallinformationen und Hinweise in englischer Sprache.
Zwischen Juni und August können starke Regenfälle örtliche Überschwemmungen, Verkehrsprobleme und Beeinträchtigungen auf Wanderwegen oder in Gebieten nahe dem Fluss verursachen. Auch Taifune sind möglich. Bei Unwettern sollte man keine überfluteten Unterführungen betreten, nicht neben angeschwollenen Wasserläufen entlanggehen und eine Bergwanderung nicht allein deshalb fortsetzen, weil sie ursprünglich geplant war.
Im Winter können niedrige Temperaturen und Eis manche Steigungen und Treppen zu einer größeren Gefahr machen als Kriminalität. Schuhe mit gutem Profil sind wichtig, besonders in höher gelegenen Vierteln und auf Bergwegen.
Die wichtigsten Notrufnummern in Südkorea sind 112 für die Polizei, 119 für Feuerwehr, Rettungsdienst und medizinische Notfälle, 1330 für Touristenhilfe und Dolmetschdienst sowie 182 für polizeiliche Auskünfte und das Fundbüro.
Die Touristenhotline 1330 bietet Unterstützung in mehreren Sprachen und kann helfen, wenn ein Problem keinen dringenden Einsatz erfordert, aber Übersetzung oder Orientierung notwendig sind.
Speichern Sie diese Nummern vor dem Verlassen Ihrer Unterkunft und bewahren Sie deren Adresse zusätzlich in koreanischer Schrift auf. In einer Stadt, in der Sprachbarrieren eine einfache Situation erschweren können, spart es häufig mehr Zeit, eine korrekt geschriebene Adresse zu zeigen, als zu versuchen, sie auszusprechen.
Seoul kann für Menschen unangenehm sein, die unter starker Angst in Menschenmengen leiden, Schwierigkeiten haben, sich in großen Verkehrsnetzen zu orientieren, oder das Nachtleben genießen möchten, ohne selbst auf ihre Sicherheit zu achten. Auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität müssen mehr planen, da die kürzesten Wege nicht immer die barriereärmsten sind.
Alleinreisende, die ihren Alkoholkonsum in vernünftigen Grenzen halten und sich nicht an Protesten beteiligen, werden Seoul in der Regel als gastfreundliche und gut zu bewältigende Stadt erleben.
Ja, die Sicherheit in Seoul ist insgesamt hoch und die Hauptstadt für Touristen vergleichsweise sicher, aber keine völlig risikofreie Blase. Die Ordnung, der öffentliche Nahverkehr und das ständig aktive Straßenleben erleichtern das Reisen erheblich. Besondere Vorsicht ist weniger in historischen Vierteln oder bei alltäglichen U-Bahn-Fahrten erforderlich, sondern spät in der Nacht, bei übermäßigem Alkoholkonsum, in großen Menschenmengen und dann, wenn ein starkes Sicherheitsgefühl zu falscher Sorglosigkeit führt.
Die beste Art, Seoul zu erkunden, besteht darin, diesen Widerspruch zu akzeptieren: entspannt unterwegs zu sein, aber nicht naiv. Unter den Neonlichtern und im Murmeln der Züge erlaubt die Stadt, die Wachsamkeit ein wenig zu senken, aber niemals vollständig.
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