Nara, Japan

Lohnt sich ein Besuch in Nara während einer Japanreise?

Wenn du dich fragst, ob sich Nara lohnt, beginnt die Antwort weit jenseits der berühmten Hirsche. Nach ein paar Stunden zwischen Tempeln, Waldwegen und Steinlaternen zeigt sich eine Stadt, in der Natur, Spiritualität und japanische Geschichte noch immer eng miteinander verbunden sind.

Lohnt sich ein Besuch in Nara während einer Japanreise?

Warum sich Nara auch jenseits der Hirsche lohnt

Lohnt sich Nara? Für die meisten Reisenden, die Kansai erkunden, lautet die Antwort ja. Hinter den berühmten Hirschen zeigt sich eine Stadt, in der das alte Japan noch immer deutlich sichtbar ist: monumentale Tempel, Wege unter Zedern, moosbedeckte Steinlaternen und dunkle Dächer tauchen zwischen grünen Hügeln auf. Nara war von 710 bis 784 die Hauptstadt Japans, und mehrere seiner Tempel, Schreine, Wälder und archäologischen Stätten gehören heute zum UNESCO-Welterbe „Historische Denkmäler des alten Nara“. UNESCO World Heritage Centre Die eigentliche Frage ist nicht nur, welche Sehenswürdigkeiten in Nara du besuchen solltest, sondern wie viel Zeit die Stadt auf deiner Japanreise verdient. Ein Tag reicht für die wichtigsten Orte; eine Übernachtung zeigt dir dagegen eine deutlich ruhigere Seite, sobald viele Tagesgäste abgereist sind. Nara lohnt sich besonders für Reisende, die japanische Geschichte, Tempel, Natur und entspannte Spaziergänge mögen, auch wenn die Stadt nicht für jeden Reisetyp gleich spannend ist.

  • Nara verbindet Natur, Spiritualität und japanische Geschichte auf eine Weise, die sich besonders gut zu Fuß erleben lässt.
  • Ein Tag reicht für den Nara Park und die wichtigsten Tempel, während eine Übernachtung ein deutlich anderes Erlebnis ermöglicht.
  • Nara lohnt sich besonders für Reisende, die japanische Geschichte, Tempel, Natur und ruhige Spaziergänge mögen.
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    Was macht Nara besonders und warum lohnt sich ein Besuch?

    Was Nara besonders macht, ist etwas, das Kyoto gerade wegen seiner enormen Bekanntheit manchmal schwerer fällt: ein nahezu durchgängiges Gefühl von Verbindung zwischen Natur, Spiritualität und Geschichte.

    Im Nara Park befinden sich einige der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt, darunter Tōdai-ji, Kasuga Taisha und Kōfuku-ji. Der Park ist riesig und lässt sich besonders gut zu Fuß erkunden; zwischen den Tempeln liegen Wälder, Teiche und Gärten, während sich die berühmten Hirsche frei durch das gesamte Gebiet bewegen.

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    Der Tōdai-ji Tempel ist meist einer der Orte, die bei einem Besuch in Nara den stärksten Eindruck hinterlassen. Man betritt die Anlage durch das gewaltige Nandaimon-Tor und nur wenige Schritte später erscheint die große Halle mit dem Daibutsu, einer rund 15 Meter hohen Buddha-Statue.

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    Man sollte Nara jedoch nicht auf „die Stadt der Hirsche und des riesigen Buddha“ reduzieren.

    Einer der größten Reize besteht gerade darin, weiterzugehen, sobald sich die Reisegruppen langsam zerstreuen: hinauf zum Nigatsudō, auf die Waldwege rund um Kasuga Taisha oder am späten Nachmittag durch die traditionellen Straßen von Naramachi. Dann wirkt Nara nicht mehr nur wie ein Fotomotiv, sondern ruhiger, atmosphärischer und persönlicher.

    Für welche Reisenden lohnt sich Nara besonders?

    Ein Besuch in Nara bietet nicht jedem Reisenden genau dasselbe Erlebnis. Besonders lohnenswert ist die Stadt für alle, die Geschichte, Spaziergänge, ein ruhigeres Tempo und einen deutlichen Kontrast zu Japans großen Städten suchen.

    Für alle, die Geschichte und das traditionelle Japan lieben

    Wer sich für japanische Geschichte begeistert, gehört wahrscheinlich zu denjenigen, die Nara am meisten genießen werden. Hier wird Vergangenheit nicht nur in einem Museum präsentiert: Sie bleibt in Tempeln, Wegen, Wäldern und der Landschaft sichtbar.

    Die historischen Denkmäler des alten Nara vermitteln einen Eindruck von einer entscheidenden Phase in der politischen, religiösen und künstlerischen Entwicklung Japans.

    UNESCO World Heritage Centre

    Für alle, die gerne zu Fuß unterwegs sind

    Nara genießt man am besten ohne große Eile und mit genügend Zeit zum Spazieren.

    Viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten lassen sich zu Fuß miteinander verbinden. So geht man nach und nach von städtischen Straßen zu Tempeln, Parks und bewaldeten Bereichen über. Auch die offizielle Tourismusorganisation von Nara empfiehlt, den Park zu Fuß zu erkunden.

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    Für Familien, die Nara besuchen

    Die Hirsche im Nara Park machen den Tag zu etwas völlig anderem als zu einer bloßen Abfolge von Tempeln und werden für viele Kinder zu einer der stärksten Erinnerungen an die Reise.

    Allerdings sollte man ihnen erklären, dass es sich nicht um Zootiere handelt. Die Hirsche sind an Menschen gewöhnt und meist ruhig, können aber ziemlich hartnäckig werden, wenn sie Futter erwarten, und Besucher auch einmal leicht anstupsen.

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    Für Reisende, die ein ruhigeres Tempo als in Kyoto suchen

    Nara empfängt viele Besucher, und an den berühmtesten Orten kann es durchaus voll werden, besonders rund um Tōdai-ji und den Nara Park. Die Stadt ist weder ein vergessener Geheimtipp noch menschenleer.

    Trotzdem wirkt ein Besuch in Nara oft weitläufiger und entspannter als die meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Kyotos, vor allem wenn man sich vom direkten Rundgang zwischen Tōdai-ji und den Hirschen entfernt. Auch der offizielle Reiseführer von Nara weist darauf hin, dass die großen Freiflächen ein gemächlicheres Besichtigungstempo ermöglichen.

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    Wie viel Zeit sollte man für Nara einplanen?

    Wie viel Zeit man für Nara einplanen sollte, hängt vom Reisetempo ab. Für einen ersten Besuch eignet sich ein Tag sehr gut, während eine Übernachtung eine deutlich andere Seite der Stadt zeigt, sobald viele Tagesgäste abgereist sind.

    Wie viel Zeit sollte man für Nara einplanen?

    Nara an einem Tag: genug für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

    Bei einer ersten Japanreise eignet sich ein Tagesausflug nach Nara von Kyoto oder Osaka sehr gut für eine Kansai-Route.

    An einem Tag lassen sich Nara Park, Tōdai-ji, Kasuga Taisha und ein zusätzlicher Spaziergang gut miteinander verbinden, ohne das Hotel wechseln zu müssen. Die guten Zugverbindungen nach Kyoto und Osaka machen den Ausflug besonders unkompliziert.

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    Ein Fehler wäre allerdings, diesen Tag in einen Wettlauf von Tempel zu Tempel zu verwandeln.

    Nara belohnt langsames Gehen, Zeit für die Landschaft und einige bewusst ausgewählte Besichtigungen stärker als das Sammeln möglichst vieler Eintrittskarten.

    Eine Übernachtung in Nara: ein deutlich anderes Erlebnis

    Eine Nacht in Nara zu verbringen, lohnt sich für alle, die genügend Zeit haben und die Stadt in einem ruhigeren Tempo erleben möchten.

    Viele Tagesbesucher fahren am Nachmittag zurück nach Kyoto oder Osaka. Sobald der Besucherstrom nachlässt, verändert sich die Stadt: Die Straßen werden ruhiger, die Parks verschwinden langsam im Abendlicht und die Atmosphäre wirkt deutlich weniger touristisch.

    Der offizielle Reiseführer weist darauf hin, dass allein der Nara Park problemlos einen ganzen Tag füllen kann. Für Orte wie den Berg Wakakusa, Naramachi und weitere Tempel sollte man zwei oder sogar drei Tage einplanen, wenn man alles in Ruhe erleben möchte.

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    Ist ein Besuch in Nara teuer?

    Ein Tag in Nara muss nicht besonders teuer sein.

    Ein großer Teil des Erlebnisses besteht darin, durch den Park, die Straßen und die Umgebung der Tempel zu spazieren. Teurer wird es hauptsächlich dann, wenn man mehrere kostenpflichtige Anlagen besucht, in Museen geht, gehobener essen möchte oder über Nacht bleibt.

    Für Reisende mit mittlerem Budget lassen sich die Kosten relativ leicht kontrollieren: Man kann gezielt auswählen, welche Tempel man von innen sehen möchte, einfach essen und viele Stunden im Freien verbringen.

    Jeden Eintritt nur aus Angst zu bezahlen, „etwas zu verpassen“, ist nicht nötig. Nach mehreren Tempeln kann durchaus kulturelle Ermüdung einsetzen. Zwei Orte, für die man sich wirklich Zeit nimmt, bleiben meist stärker in Erinnerung als sechs, durch die man ständig mit Blick auf die Uhr hetzt.

    Was bei einem Besuch in Nara enttäuschen kann

    Auf Fotos wirken die Hirsche im Nara Park bezaubernd, doch zu den Stoßzeiten kann die Realität weniger idyllisch sein. Einige versammeln sich um Besucher, die Futter dabeihaben, und können dabei ziemlich aufdringlich werden.

    Auch rund um Tōdai-ji ist viel los. Wer mit der Vorstellung eines stillen Schreins inmitten einsamer Berge anreist, könnte vom ersten Eindruck überrascht sein, weil die Umgebung touristischer und kommerzieller wirkt als erwartet.

    Und dann gibt es noch eine andere Möglichkeit: Tempelmüdigkeit.

    Wenn man bereits mehrere Tage in Kyoto unterwegs war und zahlreiche Schreine, Gärten und buddhistische Hallen besucht hat, beeindruckt Nara möglicherweise weniger als erwartet. Dann lohnt es sich, mehr zu laufen, weniger Sehenswürdigkeiten abzuhaken und die Landschaft stärker in den Mittelpunkt zu stellen.

    Wann ist die beste Reisezeit für Nara?

    Ein Besuch in Nara fühlt sich je nach Jahreszeit völlig unterschiedlich an.

    Im Frühling kommen Blüten und Kirschbäume hinzu; im Herbst verwandeln sich Parks und Wälder in rote und goldene Farblandschaften. Beide Jahreszeiten sind optisch außergewöhnlich, aber auch sehr beliebt. Der Sommer kann heiß werden, während der Winter traditionell die ruhigste Saison ist und Besuche in Tempeln und Museen mit weniger Menschen ermöglicht.

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    Wer Stille höher schätzt als saisonale Farben, findet an einem kalten Wintermorgen möglicherweise ebenso viel Schönheit wie an einem berühmten Wochenende zur Kirschblüte.

    Also: Lohnt sich Nara?

    Ja, Nara lohnt sich, besonders wenn man ohnehin Kyoto oder Osaka besucht und mindestens einen Tag zur Verfügung hat.

    Nara lohnt sich vor allem für Reisende, die sich für japanische Geschichte, Buddhismus, Architektur, Natur und ruhige Spaziergänge interessieren. Außerdem bietet die Stadt einen besonders schönen Kontrast zu Japans großen Metropolen.

    Weniger lohnenswert ist Nara möglicherweise bei einer extrem kurzen Reise, wenn man Tempelbesuche nicht besonders mag, nur ungern viel zu Fuß unterwegs ist oder vor allem Nachtleben, Shopping und urbane Energie sucht.

    Und es gibt noch einen letzten wichtigen Unterschied.

    Wer nur kommt, um die Hirsche zu fotografieren und danach wieder abzureisen, wird Nara wahrscheinlich als angenehmen Tagesausflug erleben.

    Wer jedoch durch Tōdai-ji geht, weiter in die Wälder zieht, den Tempelglocken lauscht, die Laternen von Kasuga entdeckt und zulässt, dass der Tag langsamer wird, für den beginnt Nara etwas viel Tieferes über Japan zu erzählen.

    Genau deshalb lohnt sich Nara.

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